223.03.10|TSV 1860|230 Kommentare
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München - Der Traum von einem neuen Grünwalder Stadion ist für die Löwen ausgeträumt. Sehen Sie hier die Pläne, wie das neue Schmuckkästchen hätte aussehen sollen.
Die „Projektgruppe Stadionzukunft" des TSV 1860 München präsentierte am Dienstagvormittag unter der Leitung von Aufsichtrat Christian Waggershauser und unterstützt durch anerkannte Experten das Konzept für den möglichen Umbau des Grünwalder Stadions.
Trotz des großen Engagements, das Oberbürgermeister Christian Ude und Vertreter der Stadt lobten, blieben die Pläne ohne Erfolg. Die Machbarkeitsstudie, die vor allem im Hinblick auf das herausragende architektonische Konzept von Prof. Josef Schwarz und Prof. Andreas Theilig positiv bewertet wurde, ist hier zu sehen - So hätte das Grünwalder Stadion aussehen können:
Das sagen Verantwortliche & Fans:
Rainer Beeck: „Wir meinen, dass wir dieses Projekt hätten angehen können. Leider konnte die Stadt in baurechtlichen Fragen uns nicht soweit folgen, dass sie den Stadtratsbeschluss tatsächlich revidieren wollte.“
Franz Maget: „Ich habe die Chance für dieses Projekt von Anfang auf zehn Prozent geschätzt. Die städtische Bürgschaft wäre nötig gewesen, um die Darlehenskonditionen für uns erträglich zu machen und das ganze Projekt finanzierbar darzustellen. Die Probleme einer Bürgschaft wurden aber sehr stark in den Mittelpunkt gerückt. Die Stadionkommission wird sich noch einmal zusammensetzen und dieses Ergebnis bewerten.“
Daniel Graßold, Sprecher des 1860-Fanrats: „Das Projekt ist am Glauben und Willen der Stadt gescheitert. Wir sind gegen eine Wand gelaufen. Die Stimmung ist entsprechend: Es herrscht Leere, Gefühllosigkeit, alle laufen rum wie Roboter. Die Zukunftaussichten sind düster. Wir werden in Fröttmaning weiter am Tropf des FC Bayern hängen. Wenn sich an den finanziellen Rahmenbedingungen nichts ändert, wird der Verein über kurz oder lang zusperren müssen. Das klingt bitter, aber es ist nun mal die Realität.“
Hans Vonavka, Sprecher der Fanvereinigung Pro1860: „Das Nein der Stadt ist ein richtiger Magenschwinger für uns. Nicht nur mir kommt es wie eine abgekartete Sache zwischen Ude und dem FC Bayern vor. Warum musste die Sache jetzt gedeckelt werden, warum konnte man die Frist nicht verlängern? Die Argumente der Stadt sind nicht nachvollziehbar. Wenn Sechzig überleben will, dann müssen wir in einem Stadion spielen, das wir uns auch leisten können. In der Arena ist das unter den derzeitigen Bedingungen nicht der Fall. Wenn sich daran nichts ändert, ist es nur noch die Frage, ob die Lichter in zwei oder drei Jahren ausgehen.
Franz Hell, Allesfahrer und Löwenfan seit über 40 Jahren: „Das ist ein trauriger Tag in der Geschichte des TSV 1860. Mir kommt es so vor, als ob die Ablehnung schon vor der Anhörung festgestanden hätte. Ob Sechzig eine Perspektive hat, wird in erster Linie davon abhängen, unter welchen finanziellen Bedingungen wir in der Arena spielen können. Wenn die Prozesse gegen Bayern verloren gehen, sehe ich schwarz. Dann hilft nur ein schneller Aufstieg in die Bundesliga, um weiter über die Runden zu kommen. Den Traum vom eigenen Stadion gebe ich nicht auf. Vielleicht kann man in ein paar Jahren unter einem neuen Stadtrat einen neuen Anlauf unternehmen.“
cm, sb, lk
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