München - Ein schöner Anblick: Der TSV 1860 steht auf Tabellenplatz 6, nur drei Punkte hinter einem Aufstiegsrang. Doch Coach Reiner Maurer bremst allzu hohe Erwartungen.

© sampics
Trainer Reiner Maurer bejubelt den Sieg mit seinen Spielern
Zum Begriff "Spitzenteam" fiel Maurer gegenüber dem Kicker folgendes ein: "Mit diesem Begriff muss man vorsichtig sein." Doch klar ist: Die Löwen wollen sich unter den Top-Mannschaften festsetzen. "Wir sind nun vorne dabei", so Maurer. "Ich bin überzeugt, dass wir die Klasse haben, auch weiterhin im oberen Tabellendrittel mitzumischen."
Der Schlüssel zum Erfolg sind derzeit nicht etwa die jungen Löwen und auch nicht die alten - sondern: Die Mischung macht's!
"Wir Erfahrenen müssen sicher spielen", sagt Benny Lauth. "Dann können die Jungen auch frech sein und müssen sich nicht mehr um allzuviel kümmern." Der Altersunterschied innerhalb des Teams ist enorm: Keeper Gabor Kiraly ist mit 34 Jahren doppelt so alt wie das Nesthäkchen Moritz Leitner (17). Gegen Berlin standen mit Leitner sowie Aleksandar Ignjovski (19), Stefan Bell Christopher Schindler (20) und Kevin Volland (18) gleich fünf Löwen-Teenies auf dem Feld.
"Ich alter Sack kann ja nicht alle Spiele machen", schmunzelte der verletzte Bierofka gegenüber der Bild über den Jugendstil. Wenn die Routiniers mal durchhängen oder gar verletzt sind, springen eben die jungen Spieler in die Presche. Beispiel? Stefan Bell, der mit einem wuchtigen Kopfball den Derby-Sieg in Augsburg perfekt machte.
Wie geht es nun weiter? Als nächster Gegner wartet Tabellennachbar Rot-Weiß Oberhausen (derzeit Platz 7). Nach der Länderspielpause gastieren die Löwen am 17. Oktober in NRW. Und wollen ihre Wiesn-Serie zur großen Herbst-Serie ausbauen. Stefan Aigner: "Jetzt haben wir einen Lauf."
al.



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