München - Mit Reiner Maurer und Florian Hinterberger haben die sportlichen Handlungsträger bei den Löwen verlängert. Jetzt sollen auch die Planungen mit den Spielern vorangetrieben werden.

© M.I.S.
Reiner Maurer (li.) und Florian Hinterberger haben ihre Verträge bis 2013 verlängert.
Was die tz bereits vor einer Woche exklusiv angekündigt hatte, ist jetzt Tatsache: Nach Sportchef Florian Hinterberger hat auch Trainer Reiner Maurer seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert. Also noch vor dem ersten Restrückrunden-Spiel am Montagabend gegen Energie Cottbus. Das hatte sich vor zweieinhalb Wochen im Trainingslager in Belek noch anders angehört. Damals hatte Geschäftsführer Robert Schäfer befunden, dass man erst noch ein paar Spiele abwarten wolle, um dann zu entscheiden, ob Maurer über die Saison hinaus bleibt oder nicht.
Aber dass bei den Löwen kein Wort als in Stein gemeißelt gelten muss, daran hat man sich ja inzwischen gewöhnt. Ist ja auch nichts Weltbewegendes, wenn man bedenkt, dass der Verein es sogar fertiggebracht hat – und das ist einzigartig in der Bundesliga – sich selbst zu erpressen. Sie erinnern sich: Keine neuen Spieler, wenn Präsident Dieter Schneider nicht seinen Hut nimmt, hieß es Mitte Januar. Schneider blieb, die Spieler kamen nicht – die weißblauen Fans tippten sich fassungslos ans Hirn.
Aber auch Maurer dürfte sich inzwischen abgewöhnt haben, darüber nachzudenken, aus welchem Grund bei 1860 Entscheidungen getroffen werden. Er freut sich trotzdem darüber, dass er am Freitagnachmittag mit der Geschäftsführung einig geworden ist, was seine Weiterbeschäftigung betrifft und verwendete dabei sogar das Wort „Vertrauen“.
Und, nachdem sein Vertrag bisher immer nur um ein Jahr verlängert worden ist, ist er auf einen Umstand gestoßen, den es schon lange nicht mehr gegeben hat an der Grünwalder Straße. Maurer: „Ich bin der erste Trainer bei 1860 seit Werner Lorant, dessen Vertrag zum zweiten Mal verlängert worden ist.“ Was er seiner Ansicht nach auch unbedingt verdient habe. „Ich habe hier als Trainer eine schwere Zeit hinter mir“, sagte der Allgäuer. „Da war – auch im letzten halben Jahr – einiges nicht förderlich für die Arbeit.“ Aber ab jetzt, so hofft er, wird das anders: „Wir haben nun genug Zeit, um mit möglichen neuen Spielern zu reden, im vergangenen Jahr war das ja erst im Juni möglich…“
Rakic, Rukavina und Aygün warten zudem auf Angebote für neue Verträge. Hinterberger: „Mit ihnen rede ich demnächst, bei den anderen, deren Verträge auslaufen, warten wir noch die Entwicklung ab.“ Gemeint sind Kaiser und Buck.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
tz



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