Wörgl - Schon um elf Uhr sollten die Löwen am Montag im Trainingslager zum ersten Mal Gas geben. Eine Vollsperrung auf der Autobahn sorgte aber dafür, dass überhaupt keiner Gas geben konnte.

© Sampics
Der Löwen-Bus vor der schicken Hotelanlage in Bad Häring.
Das ging ja schon mal „gut“ los. Bei der Anreise ins Trainingslager in Bad Häring (Tirol) gerieten die Löwen auf der Inntalautobahn in einen Superstau. Ein Lastwagen war zwischen Brannenburg und Oberaudorf in die Leitplanken gekracht und umgekippt. Chaos pur. Zwei Hubschrauber landeten an der Unfallstelle, hinter der sich eine kilometerlange Fahrzeugkolonne bildete. Und mitten drin die Löwen.
50 Minuten lang ging nichts voran. Mittelfeldspieler Stefan Aigner: „Gefühlt waren das acht Stunden.“ Kurz vor zwölf, eine knappe Stunde später als vorgesehen, erreichte der Bus schließlich das Trainingsgelände in Wörgl, wo Reiner Maurer gleich zur ersten Einheit bat. Erst danach ging es zum Einchecken ins Hotel „Panorama Royal“, in dem die Sechziger bis zum kommenden Dienstag untergebracht sind.
Im 29-köpfigen Spieleraufgebot ebenfalls mit dabei: Daniel Bierofka. Er sollte eigentlich bereits am Sonntag Vater werden, aber der Nachwuchs lässt sich noch Zeit. „Immer no nix“, sagte er nach der Ankunft, „es geht nix raus.“ Aber was solls. Es sind ja immer noch knapp vier Wochen Zeit, damit sein zweites Kind ein Löwe (vom Sternzeichen) wird.
Am Dienstag Abend (20.15 Uhr, live bei Sport1) treten die Sechziger zu einem Testspiel im etwa 40 Kilometer entfernten Schwaz gegen den Hamburger SV an. Maurer: „Innerhalb von vier Tagen das zweite Aufeinandertreffen mit einem Bundesligisten - das passt.“ Am Samstag hatte der TSV 1860 ja gegen Borussia Dortmund ein 1:1 erreicht.“
Die Hamburger allerdings siedelt Maurer noch etwas höher an: „Das ist eine Mannschaft, die für mich in der kommenden Saison um die deutsche Meisterschaft mitspielt.“ Savio Nsereko wird dabei vom Löwen-Coach in der ersten Halbzeit als alleinige zentrale Spitze getestet. „Nach der Pause soll er dann an der Seite von Benny Lauth stürmen.“
kim



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