Nicht erst seit der großen Sicherheitskonferenz am vergangenen Dienstag in Berlin fährt der TSV 1860 einen harten Kurs gegen „Fans“, die sich nicht an die Vorschriften halten und den Verein schädigen. Nachdem die Löwen in der vergangenen Saison über 20 000 Euro Strafe wegen unerlaubter Pyrotechnik, Rauchbomben etc. an die DFL zahlen mussten, greift man an der Grünwalder Straße durch. „Wir tauschen uns kontinuierlich mit unseren Fans aus, müssen in solchen Fällen aber unsere Konsequenzen ziehen“, sagt Geschäftsführer Robert Schäfer. „Nicht nur mit rund 50 Stadionverboten in der vergangenen Saison, sondern auch, indem wir Fans, denen wir ein schuldhaftes Verhalten nachweisen können, notfalls auf Schadenersatz verklagen.“ So wie es beispielweise auch Werder Bremen und Bayer Leverkusen praktizieren.
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Darüberhinwegschauen sei unmöglich, sagt Schäfer also habe man bereits einige Übeltäter zur Kasse gebeten. Und wenn diese nicht das nötige „Kleingeld“ besitzen? Schäfer: „Wir haben mit den Betroffenen dann einen Zahlungsplan aufgestellt, damit sie ihrer Verpflichtung in Form von Raten nachkommen.“
Bei den Stadionverboten wird von der DFL ebenfalls ein härteres Eingreifen diskutiert. Schäfer: „Bisher liegt die Höchststrafe hier bei drei Jahren, eventuell soll sie auf fünf oder sogar zehn Jahre hochgeschraubt werden.“
Des Weiteren stimmen sich Fans und Verein über Transparente ab, die im Stadion aufgehängt werden sollen. Schäfer: „Nicht erlaubt sind gewaltverherrlichende oder rassistische Parolen“, ansonsten sei man hier nicht so pingelig. „Die Fans haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung, auch wenn ‚Schäfer raus‘ die Botschaft ist.“
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