Indianapolis - Sebastian Vollmer hat mit den New England Patriots den Titelgewinn in der amerikanischen Football-Profi-Liga NFL verpasst. Für Aufsehen sorgte der Halbzeitauftritt von Madonna.

© AP
Die Giants mit Victor Cruz (l.) und Hakeem Nicks (r.) freuen sich über die Trophäe
Beim 46. Super Bowl verloren die „Pats“ in Indianapolis gegen die New York Giants 17:21 (0:9, 10:0, 7:6, 0:6) und mussten den Traum vom vierten Titel und der geglückten Revanche für das verlorene Finale von 2008 begraben. Offensive Tackle Vollmer, der nach langer Verletzungspause in der regulären Saison erstmals wieder zum Einsatz kam, wäre der erste deutsche NFL-Champion gewesen.
Im Duell der Star-Quarterbacks zwischen New Englands Tom Brady und New Yorks Eli Manning zog Brady, der sein unbestrittenes Können in der hochspannenden Partie zu selten aufblitzen ließ, den Kürzeren. Manning, der sich mit dem zweiten Super-Bowl-Ring seiner Karriere schmücken konnte, führte sein Team mit teilweise überragenden Pässen zum vierten Titelgewinn der Klubgeschichte. Der 31-Jährige brachte 30 von 40 Pässe über 296 Yards zu seinen Mitspielern und wurde als wichtigster Spieler des Finales ausgezeichnet.
„Es fühlt sich einfach gut an, den Super Bowl zu gewinnen - egal wo Du bist“, sagte Manning, der ausgerechnet im Heimstadion seines großen Bruders Peyton in Diensten der Indianapolis Colts zu glänzen wusste.
Im zweiten Viertel hatten die Giants zwar deutlich mehr Spielanteile, die Punkte machte aber, angeführt von einem scheinbar erwachten Brady, New England. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff fand „Tom Terrific“ Runningback Danny Woodhead zum ersten Giants-Tochdown.
Nach der spektakulären Halbzeitshow, in der „Queen of Pop“ Madonna wie eine antike Göttin gekleidet in das mit 68.658 Zuschauern ausverkaufte Lucas-Oil-Stadion einzog, übernahmen die Patriots mit dem starken Vollmer in der Offensive Line zunächst das Steuer und gingen 17:9 in Führung. Zwei Field Goals brachten New York aber wieder zurück ins Spiel.
„In der Halbzeitpause habe ich gesagt, dass wir besser spielen können - die Spieler haben zugestimmt“, sagte Giants-Headcoach Tom Coughlin: „Wir kamen energiegeladen in die zweite Hälfte. Der Rest ist Geschichte.“ Im letzten Viertel leisteten sich die Patriots einige leichtfertige Fehlpässe. Manning hingegen behielt in der nervenaufreibenden Schlussphase einen klaren Kopf und führte seine Offensive zu dem spielentscheidenden 88-Yard-Touchdown von Running Back Ahmad Bradshaw.
sid
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