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Spektakuläre Comebacks im Sport

Die spektakulärsten Comebacks im Sport

Hamburg - Alter schützt vor Rückkehr nicht. Mit 41 Jahren wird Michael Schumacher wieder in der Formel 1 Gas geben. Er wird damit der älteste Pilot im Teilnehmerfeld der kommenden Saison sein.

© dpa

Das Comeback von Muhammad Ali misslang im Jahr 1980.

Schon vor Schumacher feierten weltweit Sportgrößen ihr Comeback. Die Deutsche Presse-Agentur dpa dokumentiert die spektakulärsten.

Lance Armstrong: Wie Michael Schumacher die Formel 1, so dominierte der US-Amerikaner jahrelang den Radsport. Mit sieben Titeln in Serie (1999 bis 2005) ist er Rekordsieger der Tour de France. Nach dreieinhalb Jahren Rennpause feierte er im Januar dieses Jahres bei der Tour Down Under in Australien sein Comeback. Bei der Tour de France 2009 wurde er Dritter.

Niki Lauda: Zwei WM-Titel (1975, 1977) und einen schweren Unfall (1976) hatte Niki Lauda hinter sich, als er 1979 erstmals seine Karriere als Formel-1-Rennfahrer beendete. Der Österreicher baute in der Folgezeit seine eigene Fluglinie auf. Um die zu unterstützen, kehrte er 1982 in die Formel 1 zurück. Zwei Jahre später wurde Lauda erneut Weltmeister, ehe er seine Karriere 1985 endgültig beendete.

Michael Jordan: “Air Jordan“ gewann in seiner illustren Karriere sechs NBA-Meisterschaften mit den Chicago Bulls und zweimal olympisches Basketball-Gold. Allein drei Titel holte der US- Amerikaner nach seinem ersten Comeback 1995. Im Jahr 2000 wurde Jordan Team-Manager der Washington Wizards. Von 2001 an spielte er noch einmal zwei Jahre für den Club.

Muhammad Ali: 1964 gewann er gegen Sonny Liston seinen ersten WM- Titel. 1967 wurde ihm wegen Kriegsdienstverweigerung die Box-Lizenz entzogen. Er wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, blieb aber auf freiem Fuß. 1970 wurde die Box-Sperre aufgehoben. Vier Jahre später schlug er George Foreman k.o. und holte sich die WM-Titel der WBA und WBC. Nach seinem Rücktritt Mitte 1979 kehrte er im Oktober 1980 trotz ärztlicher Warnungen gegen Larry Holmes in den Ring zurück, kassierte aber ebenso eine Niederlage wie gegen Trevor Berbick (Dezember 1981).

George Foreman: 21 Jahre nach seinem ersten Titelgewinn (1973) wurde Foreman am 5. November 1994 zum zweiten Mal Schwergewichts- Weltmeister im Boxen. Im Alter von 45 Jahren schlug er den Titelverteidiger Michael Moorer k.o. 1987 war er nach zehn Jahren Pause in den Ring zurückgekehrt. Ein zweites Comeback im Jahr 2005 scheiterte am Einspruch seiner Ehefrau.

Mark Spitz: Kaum ein Comeback ging so schief wie das des US- Schwimmers. 1972 gewann er bei den Olympischen Spielen in München sieben Goldmedaillen. 1992 scheiterte er im Alter von 41 Jahren beim Versuch, sich für die Spiele in Barcelona zu qualifizieren.

Monica Seles: Ein psychisch gestörter Fan ihrer Rivalin Steffi Graf stach der damaligen Weltranglisten-Ersten 1993 ein Messer in den Rücken. Zwei Jahre lang bestritt Monica Seles anschließend kein Tennismatch mehr. 1995 feierte sie ein Comeback und gewann gleich ihr erstes Turnier in Toronto ohne Satzverlust. Es war einer von insgesamt 53 Karriere-Titeln.

Katarina Witt: Großen Jubel gab es bei den Olympischen Winterspielen 1994 für Eiskunstläuferin Katarina Witt. Nachdem sie 1988 nach zwei Olympia- und vier WM-Siegen ins Profilager gewechselt war, kehrte sie in Lillehammer noch einmal auf die Amateur-Bühne zurück. In Norwegen reichte es zwar nur zu Platz sieben für Witt, doch für ihre Profikarriere war das Olympia-Comeback förderlich.

Mario Lemieux: Der Eishockey-Profi absolvierte eine der spektakulärsten Karrieren der Sportgeschichte. Nach zwei NHL- Meisterschaften und einer Krebserkrankung trat er 1997 zum ersten Mal zurück. Zwei Jahre später kaufte er sein in die Insolvenz geratenes Team Pittsburgh Penguins. Als erster Spieler, der gleichzeitig auch Clubbesitzer war, kehrte der Kanadier 2000 aufs Eis zurück. Seine zweite Karriere krönte er 2002 mit dem Olympiasieg.

Pelé: 1088 Tore in 1114 Spielen schoss der dreifache Weltmeister für “seinen“ Club FC Santos. 1974 gab er sein Karriere-Ende bekannt. Ein Jahr später ließ er sich aber noch einmal für zwei Jahre in die US-Profiliga locken. Bei Cosmos New York spielte er in dieser Zeit mit “Kaiser“ Franz Beckenbauer zusammen.

dpa

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