107.10.08|Fußball|4 Kommentare
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Mönchengladbach - Das Trainer-Roulette in Mönchengladbach dreht sich auf Hochtouren: Einen Tag nach der Entlassung von Jos Luhukay schloss Sportdirektor Christian Ziege kategorisch aus, dauerhaft die Nachfolge des Niederländers anzutreten und öffnete damit Spekulationen Tür und Tor.

© dpa
Stefan Effenberg wird nicht Luhukay-Nachfolger.
„Ich mache das solange, bis wir einen neuen Trainer gefunden haben“, sagte der Ex-Bayer und stellte klar: „Es wäre wünschenswert, wenn wir das relativ zeitnah hinkriegen.“ Präsident Rolf Königs gab derweil einem prominenten Ex-Gladbacher einen Korb: „Stefan Effenberg hat immer die Nähe zur Borussia gesucht, und er ist immer ein gern gesehener Gast. Seine Angebote haben wir aber damals nicht angenommen, und das sehe ich auch für die Zukunft so.“ Premiere-Experte Effenberg hatte besonders nach der Entlassung von Jupp Heynckes Ende Januar 2007 seine Mitarbeit angeboten.
Als Luhukay-Nachfolger werden Ex-Borusse Hans Meyer, Mirko Slomka und Volker Finke gehandelt. Ziege: „Wir suchen einen Mann, der uns aus dieser Situation herausführen kann, aber er muss unsere Philosophie umsetzen können. Es soll keiner für drei Monate werden.“ Der Europameister von 1996 leitete gestern Nachmittag erstmals das Training; im zur Seite steht U19-Coach Sven Demandt.
Ziege hatte vor wenigen Wochen den Fußballlehrer-Lehrgang in Köln abgebrochen, um sich voll auf seine Aufgabe als Sportdirektor zu kümmern. Dass er irgendwann mal auf Dauer Coach wird, wollte Königs nicht ausschließen: „Dass ihn das Traineramt reizt, wissen wir. Aber wir sind der Meinung, dass die Zeit noch nicht reif dafür ist.“
Ziege will jetzt dafür sorgen, dass die Akteure nach der 1:2-Pleite gegen Köln und sechs Niederlagen in sieben Spielen wieder an ihre eigenen Stärken glauben. Es sei wichtig, ihnen das Gefühl zu vermitteln, „dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben“, sagte Ziege. Die Qualität der Mannschaft hält er für den Klassenerhalt für ausreichend. Er sei sehr guten Mutes, „dass die Jungs das hinkriegen“.
Quelle: tz
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