München - Der unaufhaltsame Niedergang des einst so starken Machers Rudi Assauer lässt weder Freund noch Gegner kalt. Manager-Legende Reiner Calmund weiß, was sein ehemaliger Rivale jetzt braucht.

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Rudi Assauer mit dem ehemaligen Schalke-Manager Andreas Müller
Rudi Assauer und die furchtbare Diagnose Alzheimer – ganz Fußball-Deutschland ist erschüttert. Der unaufhaltsame Niedergang des einst so starken Machers Assauer lässt keinen kalt. Seine ehemaligen Kollegen nicht, seine Widersacher nicht, die Weggefährten, Freunde und vor allem die, denen Assauer mal aus der Patsche half. Und von denen gibt es einige.
Der ehemalige Bayer-Manager kennt das Alzheimer-Schicksal aus seinem eigenen privaten Umfeld. „Jetzt gibt es drei wichtige Dinge: Erstens, dass der Betroffene die Krankheit erkennt und realisiert. Zweitens braucht er nun medizinische Hilfe. Und drittens, vielleicht am wichtigsten: Er braucht Verständnis, Geduld und Liebe.“
Auch Assauers ehemalige Spieler sind betroffen. „Ich habe schon vor einiger Zeit davon erfahren. Das war ein Schock für mich, er war immer so stark. Einer, der keine Schwächen zu haben schien. Aber er ist eben doch nur ein Mensch und da gehören solche Schicksalsschläge einfach zum Leben dazu. Ich hoffe jetzt, dass alle Beteiligten nun ehrenhaft mit ihm umgehen. Denn auch wenn er manche unpopuläre Entscheidung fällen musste, er war immer auch ein Freund in der Not. Das werde ich ihm nie vergessen“, sagte Ex-Nationalspieler Andy Möller, der unter Assauer 2001 und 2002 Pokalsieger mit Schalke wurde. 2002 mit dabei war auch Marc Wilmots. Er sagt: „Ich hatte immer großen Respekt vor ihm – und habe den immer noch. Auch weil er nun so offensiv mit seiner Krankheit umgeht. Das ist sehr mutig von ihm.“ Und Mut war immer eine der hervorstechendsten Eigenschaften Aussauers.
jj
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