318.11.09|TSV 1860|47 Kommentare
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München - Arminia Bielefelds Torwart Dennis Eilhoff ist seit 761 Minuten ohne Gegentor und jagt nun den deutschen Profi-Rekord von Timo Hildebrand. Ein Löwe hat etwas dagegen.

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Arminia Bielefelds Torwart Dennis Eilhoff ist seit 761 Minuten ohne Gegentor
Vor sechsunddreißigeinhalb Wochen landeten die Löwen ihren letzten Auswärtssieg. 3:2 in Ingolstadt. Die Älteren werden sich erinnern. Nun geht’s nach Bielefeld. Zum Tabellenführer auf die Alm. Und auch bei den Ostwestfalen sind die Zahlen beeindruckend. Neun Siege in zwölf Spielen. Tabellenplatz eins. Seit dem 29. August ohne Gegentreffer in der Liga. Wahrlich keine üble Zwischenbilanz.
Im Tor der Bielefelder steht Dennis Eilhoff. Der 27-Jährige aus Witten im Ruhrgebiet – Markenzeichen kurze Ärmel – ist seit 761 Minuten ohne Gegentor und jagt nun den deutschen Profi-Rekord von Timo Hildebrand, der in der Saison 2003/04 beim VfB Stuttgart 884 Minuten unbezwungen blieb. „Natürlich ist es ein Ziel, diesen Rekord zu knacken“, sagt Eilhoff. Und da kommt jetzt Stefan Aigner ins Spiel.
Für die flotten Sprüche ist bei 1860 sonst eigentlich Geschäftsführer Manfred Stoffers zuständig. Doch am Mittwoch hatte besagter Aigner seinen Auftritt. Beim Stichwort „Torwart-Rekord“ fühlte sich der Urbayer als ehemaliger Arminia-Profi und Eilhoff-Bekannter natürlich angesprochen. „Diesen Rekord wollen wir verhindern!“, sprach Aigner – und wechselte grinsend ins Bairische: „Mir schaun zua, dass ma eam glei oans neihaun, damit er das Träumen aufheard!“
So schaut’s aus! Mia san mia! Nur: Können die dezimierten Löwen (Cooper, Mlapa und Kaiser werden fehlen) diesen Worten auch Taten folgen lassen? Alexander Ludwig setzt auf die Jetzt-erst-recht-Karte: „Es gibt doch eh kaum mehr einer was auf uns. Also können wir eigentlich frei aufspielen. Was haben wir in Bielefeld zu verlieren? Feuer frei! “ So sieht’s auch Aigner: „Bielefeld hat sicher eine gute Mannschaft, aber außer dem Federico eigentlich keinen überragenden Spieler. Die sind nicht so stark, dass man sagen muss, wir brauchen da nicht ’naufzufahren. Unser Ziel sind am Freitag ganz klar drei Punkte!“
Die würden auch dem erfolglosen Ewald Lienen guttun. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass jeder weiß, worum es geht“, versicherte der Trainer am Mittwochmittag. Auf die rund 500 mitreisenden Löwenfans kann und will sich Ostwestfale nicht verlassen („Wir setzen auf unsere Stärke“). Bei seinen Verwandten und Bekannten geht er lieber auf Nummer sicher: „Die Leute, die zu Bielefeld halten, denen besorg’ ich keine Karte.“
Ludwig Krammer
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