405.05.09|TSV 1860|80 Kommentare
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Das hatten sich die Meisterlöwen von 1966 vor ein paar Wochen noch ganz anders vorgestellt. Ihr alljährliches Treffen verbinden der Radi & Co. heuer mit dem Besuch des Punktspiels am Freitag gegen Hansa Rostock in der Allianz Arena.

© dpa
Fredi Heiß hielte Milan Sasic für einen guten Trainer für 1860.
Und was zunächst als entspannter Abend angedacht war, wird jetzt für die doch schon etwas älteren Herren zu einer Nagelprobe für Herz, Kreislauf und Nerven. Die seit sieben Wochen sieglosen Löwen stecken vier Spieltage vor Schluss wieder mitten drin im Abstiegskampf.
Für Fredi Heiß, einen der Helden von 1966, nicht nachzuvollziehen. Die tz sprach mit ihm.
Herr Heiß, wie erklären Sie sich, dass der TSV 1860 noch einmal in solch eine prekäre Lage geraten ist?
Heiß: Ich habe keine Erklärung. Das ist einfach nicht zu fassen.
Dabei sah es nach dem Trainerwechsel von Marco Kurz zu Uwe Wolf doch zunächst eigentlich ganz gut aus…
Heiß: Ja. Wie sie da gespielt haben und gerannt sind, das hat mir gefallen. Aber nach den zwei Siegen zum Anfang sind wir jetzt wieder in den alten Trott verfallen. Vielleicht, weil alle gedacht haben, nach oben und unten kann eh’ nix mehr passieren. Aber normalerweise musst du dich freuen, wenn du gewonnen hast und einfach so weitermachen. Aber anscheinend fällt es der Mannschaft schwer, den nötigen Biss aufrechtzuerhalten. Man muss die Spieler einfach dazu bringen, dass sie immer brennen.
Uwe Wolf ist das auch nicht gelungen, wer wäre denn für Sie in der kommenden Saison der passende Trainer? Milan Sasic, der in Kaiserslautern überraschend entlassen wurde, wäre frei.
Heiß: Sasic ist ein Trainer, der auf mich den Eindruck macht, dass er die harte Linie vertritt. Ihn zu holen, wäre für mich gar nicht mal so falsch. Wobei ja noch gar nicht sicher ist, dass 1860 nächste Saison in der 2. Liga spielt.
Was erwarten Sie vom Spiel gegen Hansa Rostock?
Heiß: Wenn du die Partie ebenfalls nicht gewinnst, dann wird der Druck immer größer. Wir Alten werden oben auf der Tribüne sitzen, hoffen und Daumen drücken.
Und was kann die Mannschaft tun?
Heiß: Jeder muss bereit sein, alles, aber auch wirklich alles zu geben. Dann kannst du nur gewinnen. Und wenn die Zuschauer erkennen, dass die Mannschaft will, dann werden sie auch bedingungslos hinter ihr stehen.
Anderes Thema. Es war zu hören, dass Sie von den Delegierten im Herbst wieder in den Aufsichtsrat gewählt werden sollen. Käme das für Sie in Frage, nachdem Sie vor zwei Jahren aus Verbitterung aus diesem Gremium ausgeschieden sind?
Heiß: Eins ist klar: Der Aufsichtsrat wird derzeit von antifußballerischem Denken geprägt. Da müssen einfach Leute rein, die vom Fußball kommen. Aber ich persönlich wäre heilfroh, wenn ich es nicht wieder machen müsste.
Claudius Mayer
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06.05.09 meint TSV Inside (anonym)
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