008.09.09|TSV 1860|25 Kommentare
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München - Marvin Pourie ist wieder da, sein Vater nicht mehr. Das war wohl auch die Voraussetzung dafür, dass der 18-

© Mayer
Marvin Pourie versucht seit Dienstag einen Neuanfang beim TSV 1860: Jetzt muss sich der 18-
Nachdem der Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern, bei dem er sechs Wochen lang mittrainiert und alle Vorbereitungsspiele bestritten hat, wegen des Vetos von Schalke 04 (besitzt die Transferrechte) geplatzt ist, nahm Pourie am Dienstag das Training bei der U 23 der Löwen auf. Von unten hochdienen heißt die Devise. Westfale Pourie drückt’s so aus: „Arsch zusammenkneifen und das Beste geben!“
Das ist auch das, was Ewald Lienen dem Stürmer am Montag in einem halbstündigen Gespräch unter vier Augen nahegelegt hat. „Bisher ist einiges schiefgelaufen, was Marvin und 1860 betrifft“, sagte der Löwen-
Auftreten und Verhalten – das sind wohl die wichtigsten Stichworte. Denn zweimal lieferte sich Pourie im Frühjahr dieses Jahres im Training eine Keilerei mit Abwehrspieler Torben Hoffmann.
Bei der letzten kam es dann zum Eklat. Pouries Vater, der Anfang des Jahres mit nach München gezogen und ständiger Zaungast beim Training war, drohte Hoffmann („Dich krieg’ ich noch“) und ließ schließlich den legendären Satz vom Stapel: „Komm Marvin, wir gehen!“
Pourie jr. verließ tatsächlich den Platz und wurde daraufhin vom damaligen Trainer Uwe Wolf suspendiert. „Das ist damals alles ziemlich doof gelaufen“, sagt Pourie heute. Auch, was die Rolle seines Vaters betrifft. Der ist längst nicht mehr in München, sondern wohnt wieder zu Hause, in der Nähe von Gelsenkirchen.
Dass er vom TSV 1860 sogar Hausverbot erhalten haben soll, wollte vom Verein niemand bestätigen. Auch Ewald Lienen am Dienstag nicht. Er grinste nur bei dieser Frage und hielt den Zeigefinger vor die zugekniffenen Lippen…
Pourie will sich auf alle Fälle jetzt selbst durchbeißen, ohne familiäre Ratschläge vom Rand des Trainingsplatzes. „Ich habe aus der ganzen Geschichte viel gelernt“, sagt er. „Auch, dass das Fußballgeschäft ein Haifischbecken ist, in dem man sich durchkämpfen muss. Mit erst 18 habe ich in dieser Hinsicht schon viel erlebt. Für mich ist es jetzt ein absoluter Neuanfang.“ Sein Ziel ist natürlich, so rasch wie möglich wieder in den Kreis der Profimannschaft zurückzukehren. Wo er dann wieder auf Torben Hoffmann treffen würde. „Kein Problem“, sagt Pourie. „Wir haben uns längst ausgesprochen.“
Claudius Mayer
Letzter Kommentar zu diesem Artikel:
10.09.09 meint NCC-1701E (anonym)
Stimmt, ich frag mich auch was die blauen an den Lauth so finden...
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