327.05.09|TSV 1860|31 Kommentare
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Ein „neues Gesicht“ werde der fragwürdig besetzte Löwen-Kader bekommen, beteuerte 1860-Manager Miroslav Stevic nach dem glücklicherweise letzten Punktspiel der Blauen am Sonntag in Nürnberg.

© dpa
Wechselt wohl, aber offenbar nicht zu den Löwen: Matthias Lehmann
„Mit Vollgas“ werde nun der Bau der Mannschaft angegangen, ergänzte Trainer Ewald Lienen. „Mehr Erfahrung und mehr Qualität“ lautet die Devise bei der sportlichen Leitung des Zweitligisten. Ausnahmsweise mal oben mitspielen, das ist der Traum der Fans. Doch noch warten die leidgeprüften Anhänger auf positive Nachrichten von der Grünwalder Straße 114a.
Außer drei so verheißungsvollen wie unverbindlichen Sätzen von Mittelfeld-Kandidat Goran Sukalo („Wer sagt, dass 1860 kein interessanter Verein ist, der lügt. Große Tradition, viele Fans, super Stadion. Klar reizt das“) und undementierten Gerüchten um die Defensiv-Spezialisten Ivica Majstorovic vom Ex-Lienen-Klub Panionios Athen und Necat Aygün (FC Ingolstadt) gab’s nichts zu lesen von potenziellen Verstärkungen.
News gibt es lediglich auf der negativen Seite. So hat Ingolstadts Offensiv-Juwel Valdet Rama, von dem Stevic zuvor mehrmals öffentlich geschwärmt hatte, am Dienstag für drei Jahre bei Erstligist Hannover 96 unterschrieben (tz berichtete). Und auch die Heimkehr von Ex-Kapitän Matthias Lehmann, der Fast-Aufsteiger Alemannia Aachen nach drei Jahren den Rücken kehrt, hat sich inzwischen „nahezu erledigt“. So formulierte es Mittwoch Mittag Volker Struth, der Berater des blonden Mittelfeld-Antreibers gegenüber der tz. „Acht seriöse Angebote aus der ersten und zweiten Liga“ seien für Lehmann eingegangen. Ein Angebot von 1860 befinde sich nicht darunter (entgegen anderslautenden Meldungen übrigens auch keins vom FC Augsburg), obwohl Lehmann einer Rückkehr in die bayerische Landeshauptstadt nicht abgeneigt sei.
„1860 war ein Thema. Matze fühlt sich dort heimisch und immer noch berufen, den Karren bei Sechzig aus dem Dreck zu ziehen“, sagt Struth. Das Problem: „Aus München kam bislang nur Rauch, aber kein Feuer. Nichts Konkretes. Da fühlt man sich schnell als Ersatzlösung, als Nummer Zwei. Sechzig spielt auf Zeit. Aber da spielen wir nicht mit.“ Am Wochenende wollen Struth und Lehmann nun eine Vor-Auswahl in Sachen künftigem Arbeitgeber treffen. „Im Laufe der nächsten Woche“ werde dann die endgültige Entscheidung fallen, wo Lehmann in der neuen Saison kämpfen wird. Ob die Löwen in den nächsten Tagen noch aktiv werden?
Ludwig Krammer
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