226.05.09|TSV 1860|82 Kommentare
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München - Die Wutrede von Ewald Lienen – sie hat wie eine Bombe eingeschlagen.

© Sampics
Bei den Löwen geht‚s auch nach Saisonende hoch her.
Die Kritik des Löwen-Trainers, dass man Talente wie Julian Baumgartlinger (wechselt zu Austria Wien), Christian Träsch (jetzt VfB Stuttgart) und Anton Fink (Unterhaching) einfach links liegen gelassen und „für nix und einen Händedruck“ habe gehen lassen, hat für viel Aufsehen gesorgt. Und Lienen bekommt Zustimmung. Zum Beispiel vom Ex-Löwen Wiggerl Kögl (43), dem Berater von Anton Fink: „Ich verstehe Lienen in gewisser Weise, es war ein klarer Fehler, diese Leute einfach ziehen zu lassen.“
In der Verantwortung standen damals die Geschäftsführer Stefan Ziffzer und Stefan Reuter sowie Trainer Marco Kurz. Aufsichtsrat Karsten Wettberg erinnert sich: „Reuter und Kurz haben das Talent von Träsch nicht erkannt. Im Zuge des Transfers von Daniel Bierofka zu 1860 ging es noch um 200 000 Euro, und dafür hat man Träsch dann ziehen lassen.“ Den Träsch, der gestern mit der A-Nationalmannschaft nach Asien geflogen ist…
Stefan Ziffzer wiederum erklärte zum Thema Träsch: „Ich kann mich nicht erinnern, dass damals jemand gesagt hätte, wir hätten einen künftigen Nationalspieler vom Hof gejagt.“ Allerdings gibt der ehemalige Finanzgeschäftsführer folgendes zu: „Was ich mir vorwerfen muss, ist die Tatsache, dass ich mich fälschlicherweise zu sehr auf Stefan Reuter verlassen habe. Ich habe übersehen, dass er ein Anfänger war, und dass wir zudem mit Marco Kurz auch einen Anfängertrainer hatten. Das waren unterm Strich wohl zu viel der Anfänger.“
Die dann eben auch ihre Anfängerfehler machten. Wiggerl Kögl wundert sich: „Solche Talente gibt man nicht einfach her, sondern leiht sie höchstens aus. Damit man später immer noch die Hand drauf hat. Ich kann mich noch gut an damals erinnern. Die Löwen besaßen vom 87er-Jahrgang drei herausragende Spieler: Träsch, Fink und Stefan Aigner.“ Wenigstens Letzterer ist nach Umwegen über Burghausen und Bielefeld wieder zurück an der Grünwalder Straße. Toni Fink dagegen hat viele Angebote (Kögl: „Unter anderem vom Karlsruher SC und dem 1. FC Kaiserslautern) und Träschs Transferwert dürfte mittlerweile im siebenstelligen Bereich liegen.
Aber die Löwen können ja für die Zukunft aus ihren Fehlern lernen. Wiggerl Kögl rät zum Aufpassen: „In der B-Jugend stehen derzeit ein paar wirklich gute Leute aus dem 92er-Jahrgang. Drei davon werden mit Sicherheit mal in der Bundesliga spielen. Der linke Verteidiger, ein Innenverteidiger und ein Stürmer.“ Es handelt sich um die Herrschaften Philipp Steinhart, Daniel Hofstetter und Markus Ziereis. Miki Stevic und Ewald Lienen sollten ein Auge auf sie haben…
cm, lk
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