München - Krisengipfel oder Versöhnungsrunde? Das ist die große Frage beim TSV 1860, wenn sich am Mittwoch oder Donnerstag Hasan Ismaik und Dieter Schneider in München zum klärenden Gespräch treffen.

© M.I.S.
Hand in Hand in eine bessere Zukunft? Dieter Schneider und Hamada Iraki, der Stellvertreter von Löwen-Investor Hasan Ismaik.
Nach den Eindrücken des Cottbus-Spiels sollte einer Friedenspfeife, notfalls auch einer elektrischen, nichts mehr im Wege stehen. Zumindest mit Investorenberater Hamada Iraki scheint Schneider inzwischen sehr gut zu können. Beim Business-Termin vergangene Woche lobte er den Investmentbanker für dessen Selbstironie („So ist das nun mal bei den Orientalen: Heute sind sie richtig sauer auf einen, und morgen umarmen sie ihn wieder“) und sein öffentliches Eingeständnis („Der Investitionsentzug war ein Fehler. Und aus Fehlern lernen wir“).
Am Montagabend vor dem 2:0-Auftaktsieg gegen die Lausitzer strahlten Schneider und Iraki beim Sponsoren-Spaziergang auf dem Fröttmaninger Rasen um die Wette. Die Transparent-Botschaften der kritischen Fans? Einfach weggelächelt. Die weit unter die Gürtellinie zielenden Schmähgesänge gegen den Investor? Ja mei…
Die Spieler sehen das Ganze gelassen: „Die Unruhe sind wir gewohnt, das ist Alltag“, sagt Daniel Bierofka. „Das belastet uns nicht“, meint auch Benny Lauth, der dennoch zum Friedensschluss aufruft: „Es sollte nicht so schwer sein, sich zusammenzuraufen.“
Um was es Ismaik geht, glaubt Geschäftsführer Robert Schäfer zu wissen: „Das ist ein sehr emotionales und warmherziges Engagement“, sagte er bei Sky. „Das ist eines seiner Engagements, bei dem sich Hasan Ismaik weniger Rendite verspricht als Zuneigung.“
Tja. Vielleicht sollten die Löwen dann doch mal ihre Stadionbeschallung überdenken. Wie wär’s mit dem Beatles-Hit von ’67: „All you need ist love“? Oder auch: „Give Peace a Chance“ von Meister Lennon selig? DJ Schäfer, übernehmen Sie!
lk



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