München - Bürgermeisterin Strobl zweifelt. Lärmschutz, Parkplätze, Sicherheit, Verhandlungen mit der Stadt: Warum die Rückkehr des TSV 1860 ins Grünwalder Stadion nicht klappt.

© Westermann
Das Stadion an der Grünwalder Straße
Ist das vielleicht doch eine endliche Geschichte? Beim TSV 1860 beschäftigt sich die Projektgruppe Stadionzukunft mit dem Grünwalder Stadion. Also genauer gesagt mit der Frage, ob die Profi-Mannschaft der Löwen irgendwann einmal aus der Allianz Arena ausziehen und ihre Spiele stattdessen wieder in der alten Heimat austragen könne. In der nächsten Woche sollen die Ergebnisse verkündet werden. Die tz weiß: Das Gremium wird empfehlen, den Standort Grünwalder Straße zu überprüfen. Und dann wird es wieder hitzig werden. Warum, lesen Sie hier:
Wie gesagt: Man hat schon ein paar Mal miteinander gesprochen – wenn auch offenbar ohne nachhaltige Wirkung… Strobl sagt: „Manchmal ist das, wie wenn man sich mit der weißen Wand unterhalten würde.“ Zumal es da ja auch noch das Thema Geld gibt. Denn: Mal angenommen, die Planer würden es irgendwie schaffen, ein Grünwalder Stadion mit Bundesliga-Niveau zu entwerfen – dann müsste das Ganze erst mal von irgendwem finanziert werden. Und wir reden da von viel Geld… Ein Insider schätzt, dass Manni Schwabls 50-Millionen-Prognose zu tief gegriffen ist. Dass man eher von 80 Millionen ausgehen muss. Allein schon die Machbarkeitsstudie, die man am Anfang bräuchte, würde um die 100 000 Euro kosten. Viel Geld für 1860. Und was ist, wenn ein Investor kommt? Angeblich gab’s da schon Gespräche…
Am Rande des Pokalspiels gegen Schalke sollen potente Geldgeber im VIP-Raum der Allianz Arena zu Gast gewesen sein, um sich mit dem Löwen-Präsidium und mit Vermarkter IMG auszutauschen. Vermutlich haben sie da auch über den Zeitrahmen gesprochen. Man hört, in der Projektgruppe denkt man über das Jahr 2015 nach. Dann werden die neuen Logenverträge in der Allianz Arena auslaufen, die im kommenden Jahr geschlossen werden. Problem: Es gibt da auch noch einen anderen wichtigen Vertrag – nämlich den Mietvertrag mit dem FC Bayern. Und der läuft bis 2025. Rest-Volumen: 50 Millionen Euro. Kaum vorstellbar, dass die Bayern so viel Geld verschenken wollen… Strobl kommt deshalb zu einem einfachen Fazit: „Ideen haben die Sechziger viele. Die Frage ist, ob sie auch das Geld haben.“
cm, hei



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