004.03.10|TSV 1860|34 Kommentare
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München - Die Spieler des TSV 1860 bekamen innerhalb von 24 Stunden aufgezeigt, wie sie zu spielen haben und wie nicht. Was sie sich für das Sonntagsspiel gegen den FC St. Pauli vorgenommen haben.

© sampics
Ewald Lienen hofft, dass das Lehrstück wirkt
Am Montag und Dienstag konnten die Berufsfußballer des TSV 1860 Diego Maradona und seine Argentino-Stars beim Zigarreschmauchen und Trainieren an der Grünwalder Straße beobachten. Am Mittwochabend gab’s in der Arena dann Anschauungsunterricht in Sachen Taktik, Laufstärke und Ballfertigkeit.
Auf Einladung des DFB waren die Löwen gemeinsam beim 1:0-Sieg der Argentinier gegen Deutschland zugegen. Und noch am Donnerstag mächtig beeindruckt. „Ich war ehrlich gesagt ziemlich überrascht von der Disziplin und Ordnung der Argentinier“, sagt Sascha Rösler. „Da wäre ich gerne mal dabei in der Kabine dabei, um zu hören, was der Diego so sagt. Man kann sich’s ja schwer vorstellen, wie er detaillierte taktische Anweisungen gibt. Aber geklappt hat’s ausgezeichnet.“
Ob’s auch bei den Löwen ähnlich flutscht am Sonntag gegen St. Pauli? Rösler: „Ich will jetzt keine Vergleiche im Detail anstellen, Argentinien ist eine Weltklassemannschaft, aber sie können sicher ein Vorbild für uns sein. Wie sie gegen den Ball arbeiten, das ist beeindruckend. Vom Spielerischen ganz zu schweigen.“ Auch Ewald Lienen hofft auf den Nachahmungseffekt. „Ich denke, dass unsere Spieler, die im Stadion waren, gesehen haben, wie man in Zweikämpfe gehen muss.“
Elf Gauchos sollt ihr sein!
Als Abschreckung zeigte Lienen seinen Achterbahn-Kickern am Donnerstagvormittag nochmal einen Zusammenschnitt des Katastrophenspiels vom Freitag in Paderborn. Einen Lehrfilm in Sachen Zweikampfvermeidung also. „Es war nicht schön, so ein Drecksspiel, wo du nur hinterhergelaufen bist, nochmal anzuschauen“, berichtete Rösler hinterher. Sein Vorsatz: „Nach diesem wirklich sehr, sehr schlechten Auftritt, wo uns viele nachgesagt haben, nicht alles gegeben zu haben, müssen wir am Sonntag gegen St. Pauli über die Grenze gehen. Wir müssen uns zerreißen. Pauli wird auch nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen.“
Kann gut sein. Denn auch für die Kiez-Kicker, läuft es derzeit in die falsche Richtung. Nur einen Punkt holte das Team von Trainer Holger Stanislawski aus den letzten drei Partien. Der Vorsprung auf Platz vier ist auf drei Zähler zusammengeschmolzen. Und zu allem Überfluss werden in München mit Rouwen Hennings, Carsten Rothenbach (beide Faserriss) und Ex-Löwe Matthias Lehmann (Gelbsperre) drei Leistungsträger fehlen.
Den Sechzigern soll’s recht sein. Torwart Gabor Király, der am Mittwoch mit Ungarn ein achtbares 1:1 gegen Russland erstritt, weiß, was die Stunde geschlagen hat. Er ist auch ohne Arena-Besuch inspiriert. „Die Geduld unserer Fans ist extrem strapaziert“, sagt Király. „Gegen St. Pauli am Sonntag müssen wir ein Zeichen setzen. Mit Taten, nicht nur mit Worten!“
lk
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