Lothar zu den Löwen? "Ich höre mir alles an"

Lothar zu den Löwen? "Ich höre mir alles an"

004.02.09|TSV 1860Facebook
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Der Rekord-Nationalspieler spricht im tz-Interview über den TSV 1860 und den FC Bayern.

Lothar Matthäus genießt Leben und sportlichen Erfolg in Isreal, ist einer Rückkehr aber nicht abgeneigt

© dpa

Lothar Matthäus genießt Leben und sportlichen Erfolg in Isreal, ist einer Rückkehr aber nicht abgeneigt

Herr Matthäus, in Israel läuft es sportlich sensationell gut. Tabellenzweiter, vier Punkte hinter der Spitze. Aber was macht der Wunsch, irgendwann in Deutschland zu arbeiten?

Matthäus:Wenn es die Möglichkeit gibt, sich sportlich zu verbessern, dann sollte man die nutzen.

Die häufigsten Ja-Sager in Deutschland

Wie wär’s mit dem TSV 1860?

Matthäus:Ich bin seit Jahren sehr nahe am TSV. Wenn man in München lebt, ist Sechzig immer ein Thema, über das man spricht. Ich habe viele Heimspiele gesehen. Die Löwen erleben eine turbulente Zeit und ich hoffe, dass sie das in den Griff bekommen. Das wünsche ich ihnen von ganzem Herzen.

Was ist, wenn Stevic Sie um Hilfe bittet?

Matthäus:Ich wünsche Micky viel Glück, denn ich kenne ihn seit vielen Jahren. Er hat auch dazu beigetragen, dass ich damals nach Belgrad gegangen bin. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar. Gerade mit meinem Namen ist viel spekuliert worden und ich möchte mich nicht daran beteiligen.

Uwe Wolf bleibt bis Saisonende 1860-Coach - und dann? 40 Trainer-Kandidaten

Sie hätten als ehemaliger Bayern-Star kein Problem beim Stadtrivalen?

Matthäus:Wenn jemand meint, dass ich helfen kann, dann wird er sich bei mir melden und dann wird man sich alles anhören. Noch hat sich keiner von Sechzig gemeldet. Man sollte das Wochenend-Spiel abwarten. Dann wird die Situation wieder eine andere sein.

Wie schätzen Sie die Lage bei 1860 ein?

Matthäus:Ich persönlich, der in München groß geworden bin und die Geschichte von 1860 verfolgt habe, finde es schade. Man hat so ein tolles Umfeld mit diesen Fans und diesem Trainingsgelände. Es ist schade, dass man auch die Allianz-Arena nur mit 22 000 Fans füllt. Das muss sich schnell ändern. Ein Trainer allein kann das nicht. Mit Stevic haben sie jemanden, der die nötige Erfahrung hat.

Stevic für Reuter: Die Löwen-Wachablösung in Bildern

Uli Hoeneß sagte zur tz, er glaube nicht, dass Stevic besonders viel Löwen-Herzblut habe.

Matthäus:Der Uli hat häufig recht. Hier wünsche ich ihm, dass es nicht so ist. Auch bei Veh und Heldt waren alle skeptisch – und die wurden mit Stuttgart Meister. Ich glaube, dass Stevic das Ruder in die richtige Richtung führt. Wichtig ist der Erfolg von 1860 und nicht die Eitelkeit Einzelner.

Haben Sie Mitleid mit Reuter?

Matthäus:Leid braucht einem der Stefan nicht zu tun. Das ist das Geschäft. Stefan war ein bisschen Lehrling in dem Gebiet, aber es war nicht einfach. Er hat sein Bestes gegeben. Die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Meistens ist der Trainer der Dumme, jetzt hat es den Sportdirektor erwischt.

Sieben Millionen Euro für 1860? Wen könnten sich die Löwen dafür leisten?

Zum FC Bayern: Wie haben Sie das Team in Hamburg empfunden?

Matthäus:Sehr engagiert aber glücklos.

Werden sie trotzdem eindeutig Meister?

Matthäus:Die Niederlage in Hamburg hat der Meisterschaft gut getan. Mit einem Sieg hätte es ein Alleingang werden können. Jetzt ist Bayern unter Druck weil einige oben mit dabei sind. Bayern hat die Zusatzbelastung in der Champions League. Nicht nur körperlich sondern auch im Kopf. Grundsätzlich ist Bayern Favorit, aber die Mannschaft ist verwundbar.

Die aktuelle Transferbörse des FC Bayern: Wer könnte kommen, wer gehen?

Ihre Meinung zum Timoschtschuk-Transfer?

Matthäus:Da kann man nur gratulieren. Ein Teamarbeiter und sensationeller Spieler.

Und was wird aus van Bommel?

Matthäus:Wie ich Mark einschätze, wird er den Verein verlassen. Man hat ihm einen Spieler vor die Nase gesetzt, der ein bisschen höher einzuschätzen ist als er. Man kann den Kampf annehmen, aber ich glaube, er geht.

Interview: Mario Volpe

Ein Super-Sechser für Klinsi: Anatolij Timoschtschuk wechselt zum FC Bayern

Quelle: tz

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