005.11.09|TSV 1860|20 Kommentare
|
|Schrift
a /
A||
München - Dass es im Training des TSV 1860 zuweilen hoch her geht, ist man spätestens seit den Faustkämpfen zwischen Torben Hoffmann und Marvin Pourie ja gewohnt.

© Sampics
Stefan Aigner zeigte sich beim Donnerstagstraining aggressiv.
Am Donnerstag Vormittag gerieten sich zur Abwechslung mal zwei andere Spieler in die Haare. Nachdem Benny Schwarz bei einer Grätsche Stefan Aigner in die Knochen gefahren war, revanchierte sich dieser kurz darauf mit einem Tritt in die Beine des Verteidigers. Ewald Lienen nahm sich den Übeltäter sofort zur Brust: „Stefan hatte sich bei diesem Tritt ganz klar vorgenommen, sich zu rächen.“
Und so etwas kann der Trainer natürlich nicht zulassen. „Das Recht zur Selbstjustiz gibt’s bei uns nicht“, stellte Lienen klar und fügte hinzu: „Ich habe Stefan auch gesagt, dass er sich mit einer solchen Aktion im Spiel gern die rote Karte abholen kann. Dann brauche ich ihn wenigstens ein paar Wochen nicht zu sehen und habe meine Ruhe vor ihm…“
„Gifthaferl“ Aigner. Vor ein paar Wochen hatte der 22-Jähre im Spiel gegen Paderborn die rote Karte gesehen, nachdem er einen 50-Meter-Sprint in Richtung Gäste-Torhüter Daniel Masuch hingelegt und diesen dann umgerempelt hatte. Weil sich der Keeper mit einem Abschlag zu sehr Zeit gelassen hatte. Aigner wurde damals vom DFB für zwei Partien gesperrt und erhielt außerdem vom Verein eine Geldstrafe aufgebrummt. Außer Lienens kräftigem Rüffel gibt’s diesmal allerdings keine Konsequenzen. Schließlich hat Aigner (er und Benny Schwarz gelten eigentlich als sehr gute Freunde) ja auch nicht das Training abgebrochen und ist wutentbrannt abgehauen. So wie das einst bei Pourie der Fall war, der auf Anraten seines Vaters („Komm Marvin, wir gehen“) das Weite suchte und daraufhin aus dem Profi-Kader geworfen wurde, in den der 18-Jährige bis heute nicht zurückgefunden hat. Von Aigners Papa war am Donnerstag auch weit und breit nichts zu sehen…
Ein anderer Spieler allerdings verließ am Donnerstag vorzeitig den Platz. Alexander Ludwig, der erstmals seit über einer Woche wieder einen Trainingsversuch in Angriff nahm, musste schnell aufgeben. Es ging nicht. Damit kommt für den Mittelfeldspieler, der schon beim 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern gefehlt hat, auch ein Einsatz am Sonntag in Cottbus nicht in Frage. Lienen: „Alex hat eine Zerrung in der Hüftmuskulatur. Und bei Drehbewegungen hat er sofort Schmerzen. Somit hat das keinen Sinn, mit ihm für Sonntag zu planen.“
Claudius Mayer
zurück zur Übersicht: TSV 1860

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

Infos, aktuelle Nachrichten sowie Unterhaltsames zum TSV 1860 München. Lesen Sie hier die aktuellsten Geschichten von den Löwen und klicken Sie sich durch die Fotostrecken.