München - Bei den Löwen beschäftigt man sich nach der tollen Serie mit sechs Spielen ohne Niederlage wieder mit den ersten drei Plätzen. Trainer Maurer hat einen Grund erkannt, warum es so gut läuft.

© Sampics
Bei den Löwen kam nach dem Sieg gegen Cottbus teilweise Euphorie auf.
Die Szene ließ ihm einfach keine Ruhe. Noch während des Auslaufens suchte Kevin Volland den am Spielfeldrand stehenden Sky-Moderator auf und bat ihn, auf dem Monitor noch mal das Geschehen aus der 68. Minute einzuspielen. Als er – mit neun Treffern bisher bester Torschütze der Löwen – freistehend aus kurzer Distanz den Ball an den Pfosten ballerte.
„Eine tausendprozentige Chance“, schüttelte der 19-Jährige fassungslos den Kopf. „Ei, ei, ei, den muss ich wirklich machen.“ Auf die Frage, ob er mit Konsequenzen zu rechnen habe, antwortete Volland grinsend: „Also im Strafenkatalog ist so was nicht verzeichnet, aber ich muss mir vielleicht schon was einfallen lassen für die Mannschaft…“ Schließlich empfand Volland durchaus große Dankbarkeit, nachdem Benny Lauth in der Schlussminute das 2:0 erzielt hatte: „Als ich in der 82. Minute ausgewechselt worden bin, habe ich richtig gebetet, dass wir nicht noch den Ausgleich kassieren.“
Noch aber ist es ein weiter Weg dorthin. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf Rang zwei und drei, aber die Löwen bleiben auf der Lauer. Präsident Dieter Schneider: „Wenn die Spitzenteams uns den Gefallen tun sollten, noch ein paarmal zu patzen, dann greifen wir zu. Dann samma da wia a Oanser!“ Am kommenden Wochenende gibt’ schon mal mit Sicherheit Punktverluste. Da treten die ersten vier gegeneinander an, deren bisherige Erfolge Reiner Maurer auch darauf zurückführt, dass sie meistens auf den gleichen Stamm an Spielern zurückgreifen konnten. Der Löwen-Coach: „Wir dagegen mussten im Herbst aus verschiedenen Gründen immer wieder die Abwehr umbauen. Ein Problem, das wir nicht mehr haben.“
Und dann läuft’s eben. Am Freitag allerdings erwartet Maurer eine ganz schwere Aufgabe bei Erzgebirge Aue: „Der Platz wird ziemlich ramponiert sein, und die Auer werden ganz schön in unsere Beine gehen.“ Möglicherweise vollziehen sie auch noch einen Trainerwechsel. Rico Schmitt wackelt bedenklich. Für Maurer wär’s ein gutes Omen, wenn er einen neuen Kollegen begrüßen könnte. Bisher hat er drei Kollegen ihr Debüt bei einem neuen Klub versaut. Zuletzt auch Rudi Bommer.
tz



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