München - Frost auf dem Rasen, Tauwetter hinter den Kulissen – bei den Löwen scheinen die eisberggroßen Differenzen zwischen den Protagonisten Schneider und Ismaik doch noch dahinzuschmelzen!

© M.I.S.
Die beiden Streithähne Hasan Ismaik (li.) und Dieter Schneider wollen wieder an einem Strang ziehen.
Im deutschen Theater in Fröttmaning berichtete der Investoren-Vertreter Hamada Iraki gestern Abend von einer möglichen Annäherung der beiden Streithähne, die in ihren Ansichten zuletzt allzu sehr festgefroren schienen. So könnten Präsident Dieter Schneider und Investor Hasan Ismaik wieder zusammen kommen – „grundsätzlich gibt es auf jeden Fall diese Möglichkeit, wenn der Wille da ist“, erklärte Iraki. Der Co-Pilot des arabischen Geldgebers verkündete vor rund 250 Business-Kunden und Sponsoren, die im Münchner Norden zusammen gekommen waren: „So ist das nun mal bei den Orientalen: Heute sind sie richtig sauer auf einen und morgen umarmen sie ihn wieder.“ Soll heißen: Bei den Löwen könnte schon bald wieder ein anderer Film laufen – statt tragischem Drama eine harmonische Schnulze.
Ein Bild jedenfalls dürfte die Gäste am gestrigen Abend bereits zuversichtlich gestimmt haben: Iraki und Schneider traten gemeinsam ins Theaterzelt, Beobachter sprachen von einem „angeregten Gespräch“ zwischen den beiden. Von einer frostigen Kluft war jedenfalls nichts zu spüren. Und nachdem Iraki einen Hauch von arabischen Frühling versprühte, ergriff auch Schneider, der eigentlich „nur“ in der seiner Funktion als Sponsor zu Gast war, das Wort. „Ich hoffe aufgrund dessen, was hier gesagt wurde, dass wir Einigkeit erzielen können“, erklärte er.
In jedem Fall sorgten die Aussagen gestern für gute Stimmung während des rund zweistündigen, offiziellen Teil des Abends. Zusätzlich gute Laune machte da noch die Ankündigung, dass man die Eintrittspreiese für Business-Kunden im nächsten Jahr senken will. Ab 21 Uhr wurde bei Kanapees und Getränken schließlich alles noch mal aus nächster Nähe gesprochen – von eisiger Sechzig-Atmosphäre war spätestens dann nichts mehr zu spüren.
tz



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