503.11.09|TSV 1860|1 Kommentar
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München - Mehr als hundert Anhänger des TSV 1860 hatten sich am Dienstag um den Pressecontainer am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße versammelt, um so schnell wie möglich alle Neuigkeiten in Sachen Stadion mitzubekommen.
Der Raum war rappelvoll, als Präsident Rainer Beeck und Aufsichtsrat Christian Waggershauser den Abschlussbericht der Projektgruppe Stadionzukunft den Medien erläuterten. So kommt zum einen als Alternative zur Allianz Arena nur noch das Stadion an der Grünwalder Straße (als Neubau) infrage, zum anderen steht der Zeitplan: Kurz vor Weihnachten weiß man schon mehr. Ein Termin bei der Stadt und den Sicherheitsbehörden entscheidet darüber, ob das Thema Sechzger-Stadion weiterbehandelt wird, oder ob es gestorben ist. Präsident Beeck: „Enden diese Gespräche im Dezember positiv, dann würde ich mich drauf zu wetten trauen, dass aus dem Umzug an die Grünwalder Straße was wird. Vorher aber nicht.“
Der zweite Punkt: Die Sicherheit. Mit allem drum und dran. Lärmschutz, Parkplätze usw. Da stehen demnächst die Gepräche mit der Stadt und der Polizei an. Polizeipräsident Schmidbauer habe allerdings bereits gesagt, dass er beim neuen Sechzger-Stadion „kein Problem“ sehe. Auch in Sachen Parkplätze herrscht Zuversicht. Waggershauser: „Derzeit ist das Stadion, was die Parkplätze betrifft, für 30 000 Besucher zugelassen. Der Lärmschutz sollte ebenfalls kein Problem sein. Durch die Überdachung des Stadions wird es leiser sein als bisher.“ Jetzt kommt es drauf an, wie die Stadt diesen Argumenten gegenübersteht. Bisher herrschte ja glatte Ablehnung. Der Gesprächstermin ist deshalb so früh, weil die Stadt vorhat, mehrere Millionen in ein drittligareifes Sechzger-Stadion zu stecken.
Waggershauser: „Ginge das über die Bühne, könnten wir danach natürlich nicht mehr mit einem Neubau daherkommen.“ Verlaufen die Gesprächstermine mit der Stadt positiv, sollen mit einer Machbarkeitsstudie die restlichen drei Punkte angegangen werden. Das Baurecht, die Finanzierung und die Gespräche mit dem FC Bayern wegen des Auszugs aus der Allianz Arena. Zum Thema Finanzierung: Derzeit zahlt man an den FC Bayern 4,5 Millionen Euro im Jahr als Mieter der Arena, im neuen Grünwalder (es soll bis 2015 stehen, 35 000 Zuschauer fassen und um 6,5 Meter tiefer gelegt werden) wird mit einer jährlichen Belastung von 7,5 Millionen kalkuliert, wovon man allerdings drei Millionen allein durch die Vermarktung und die VIP-Einnahmen aufbringen will.
Womit man bei der bisherigen Summe für die Allianz Arena wäre. Aber die zahlt man dann eben für’s eigene Stadion…
Claudius Mayer
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