München - Ex-Löwen-Coach Rudi Bommer kehrt am Montag mit Energie Cottbus nach München zurück. Vor dem Duell spricht er über die 1860-Querelen und erklärt, ob er den Blauen den Aufstieg zutraut.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Herr Bommer, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie von den jüngsten Ereignissen bei 1860 hören und lesen?
Bommer: (lacht) Dass sich bei Sechzig nichts verändert hat. Diese Aufregung, dieses Hickhack, das gab’s auch damals zu meiner Zeit in München schon zur Genüge. Das gehört wohl irgendwie dazu zu diesem Verein.
Konstant ist bei 1860 auch das Zweitliga-Dasein.
Bommer: Ja, jetzt sind sie sieben Punkte weg vom dritten Platz. Bei meiner Entlassung damals waren es zehn. Nach 15 Spieltagen. Und da sind die Verantwortlichen nervös geworden. Vorher haben sie mich alleine stehen gelassen. Im Nachhinein hätte ich mich früher wehren sollen, Unterstützung vom Präsidenten einfordern müssen. Aber das ist lange vorbei. Es war eine lehrreiche Zeit bei 1860.
Ihr Nachfolger damals, Reiner Maurer, hätte nach einer Aufholjagd in der Rückrunde beinahe noch den Aufstieg geschafft.
Am Montag gibt’s ein Wiedersehen mit Maurer. Wie ist Ihr Verhältnis?
Bommer: Ganz normal. Man sieht sich ja regelmäßig bei den Trainertagen. Er macht einen guten Job bei 1860, soweit ich das aus der Distanz beurteilen kann.
Trauen Sie den Löwen den Aufstieg in dieser Saison noch zu?
Bommer: Man sollte realistisch sein, auch bei 1860. Aber wenn sie jetzt einen guten Start erwischen, dann könnte vielleicht noch was gehen. Den guten Start wollen wir natürlich verhindern!
In der Hinrunde gab’s für Cottbus unter Pele Wollitz ein 0:5 gegen die Löwen. Spüren Sie Revanchegelüste in Ihrer Mannschaft?
Bommer: Ja, ich merke schon, dass die Jungs was gutzumachen haben am Montag. Dieses 0:5 ist noch drin in den Hinterköpfen. Aber wir werden den Sechzigern ganz bestimmt nicht ins offene Messer laufen. Sie werden versuchen, aus einer kompakten Defensive schnell nach vorne zu stoßen. Das ist bekannt. Entsprechend werden wir spielen.
Welches Ziel haben Sie mit Cottbus noch in dieser Saison?
Bommer: Wir haben 23 Punkte, da musst du natürlich auch ein Auge nach unten haben. In erster Linie geht es um Stabilisierung. Und darum, unsere Heimbilanz zu verbessern. Die Heimstärke war immer ein Markenzeichen von Energie Cottbus. Dahin müssen wir wieder kommen.
Und im nächsten Jahr?
Bommer: Da greifen wir dann an. Der Aufstieg bleibt natürlich das große Ziel. Wie bei 1860…
Interview: lk



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