Warschau – Das Vertrauensverhältnis bleibt schwer gestört, Joachim Löw sieht sich ab sofort nur noch als Leiter des WM-Projekts in Südafrika. Die Türkei zeigt bereits Interesse an ihm als Trainer.

© dpa
Die Fronten nach dem Streit um die Verträge sind verhärtet: Bierhoff, Zwanziger, Löw
Obwohl DFB-Präsident Theo Zwanziger den amtierenden Bundestrainer weiter zu seinem Kandidaten Nummer 1 auch für die Zeit nach dem WM-Turnier erklärte, will Löw von der Fortsetzung seiner Nationalmannschafts-Mission bei der anschließenden EM-Ausscheidung erst einmal nichts mehr wissen. Ob er bei der am 3. September beginnenden Qualifikation, in der Deutschland auf die Türkei, Österreich, Belgien, das von Bernd Storck betreute Team aus Kasachstan und Berti Vogts’ Aserbaidschaner trifft, noch auf der DFB-Bank sitzt, ließ Löw völlig offen: „Das wird man sehen. Ich mache mir darüber jetzt keine Gedanken“, sagte der 50-Jährige.
Doch unberührt wird die Vorbereitung trotz aller Beteuerungen nicht bleiben. „Ich habe vor dem Präsidium darauf hingewiesen, dass uns dieses Thema bis zur WM und auch beim Turnier begleiten wird. Das ist ein Risiko, das natürlich besteht“, räumte zumindest Bierhoff ein. Ex-Bundestrainer und EM-Gruppengegner Vogts riet seinen ehemaligen Kollegen dringend, „das Thema zu beenden – heute schon“. In einem sehr „kurzen“ Gespräch zwischen Zwanziger und Löw, das nicht einmal den Hauch einer Annäherung brachte, ging es vor allem darum, die Debatten um den „Handschlag-Vertrag“ vom Dezember zu entschärfen. Er habe „auch gespürt, dass meine Stellungnahme vom Freitag bei Dr. Zwanziger große Irritationen ausgelöst hat, weil dadurch in der Öffentlichkeit die Diskussion aufgekommen ist, er habe Unwahrheiten verbreitet oder sei daran beteiligt gewesen. Dies war von mir zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt“, erklärte Löw. Es habe wohl unterschiedliche Interpretationen gegeben.
dpa
markt.de(gesamt: 2679121)
stellenanzeigen.de(gesamt: 10994)
immowelt.de(gesamt: 1200000)
autoanzeigen.de


Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.