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Komm auf meine Brust! Rangliste der Trikot-Sponsoren in der Bundesliga

Komm auf meine Brust! Rangliste der Trikot-Sponsoren

Leipzig - Und ewig lockt die Vermarktung: Trikotsponsoring in der Bundesliga beweist weiter Zugkraft. Die Werbeflächen sind kostbar - und sorgen manchmal für “böses Blut“.

Der 1. FC Kaiserslautern wirbt für "Allgäuer Latschenkiefer"

© Getty

Der 1. FC Kaiserslautern wirbt für "Allgäuer Latschenkiefer"

Bayern München darf mit seiner “breiten Brust“ prahlen, 1899 Hoffenheim dagegen müsste in die “Muckibude“: Der deutsche Fußball-Rekordmeister kann in dieser Saison beim Trikotsponsoring wieder mit erfolgsabhängigen Zuwendungen in Höhe von bis zu rund 20 Millionen Euro rechnen. Das Team von Coach Louis van Gaal thront dank Geldgeber T-Home laut einer Erhebung der Nachrichtenagentur dpa an der Spitze der Bestenliste. Hoffenheim muss sich mit seinen etwa 2,4 Millionen Euro von TV Digital mit dem letzten Platz begnügen - hat aber immerhin noch Mäzen Dietmar Hopp in der Hinterhand.

Latschenkiefer auf der Brust: So viel zahlen die Trikotsponsoren

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  • So viel zahlen die Trikotsponsoren der 18 Erstligisten
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Das Gesamtvolumen des Trikotsponsorings in der 1. Bundesliga beläuft sich auf rund 131,5 Millionen Euro - von Flaute trotz Finanzkrise also keine Spur. Der Rekord von 2009/10 (131,6) wird damit nur hauchdünn verpasst. In den Spielzeiten zuvor lag das Niveau mit 122,7 (2007/08) und 129,65 Millionen Euro (2008/09) niedriger.

“Bei so hohen Summen wird es in Zukunft schwer, die Zugewinne signifikant zu steigern“, sagt Alexander Fetzer vom Karlsruher Sportmarketingspezialisten IFM Sports. “Das aktuelle Niveau gilt es zu bestätigen.“ Im Gegensatz zu manchen Clubs aus der englischen Premier League, bei denen eine hohe Besitzerfluktuation herrscht, fällt Fetzers Zeugnis für die deutsche Beletage gut aus. “Sie ist deutlich besser und nachhaltiger aufgestellt“, analysiert er.

Luft nach oben sieht hingegen Hartmut Zastrow, Vorstand bei dem Beratungsunternehmen Sport + Markt. “Exklusive Rechte werden wohl auch in Zukunft noch teurer werden. Ich sehe moderate Steigerungen als sehr wahrscheinlich an“, sagt er. Damit würde Deutschland auch im internationalen Vergleich weiter einen vorderen Platz einnehmen.

Beständigkeit beweisen erneut der FC Bayern, FC Schalke 04 (Gazprom) und VfL Wolfsburg (VW) - die top Drei im Bundesliga- Trikotsponsoring. Ihre Geldgeber halten die Investitionen auf konstant hohem Niveau. “Das Premium-Segment im Sportsponsoring ist der Fußball. Er ist eine der wichtigsten und attraktivsten deutschen Plattformen“, betont Fetzer.

Die “Brust“ der Bundesligisten bleibt eine gefragte Werbefläche, Unternehmen und Clubs setzen auf Kontinuität. Dennoch kam es zu Wechseln. Der VfB Stuttgart (Gazi/ca. 6,0 Millionen Euro), Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern (Allgäuer Latschenkiefer/ca. 3,0) und der SC Freiburg (Ehrmann/ca. 2,5) “verkauften“ sich an neue Partner.

Denselben Schritt vollzog auch Rückkehrer FC St. Pauli - und stand unfreiwillig im Zentrum eines Streits. Die ARD Fernsehlotterie, der neue Sponsor, wollte mit dem gleichnamigen Schriftzug und unter Umständen einer ARD-Eins auf den Trikots des Kultvereins werben. Doch laut “Spiegel“ missfiel dies den Chefs der Sendeanstalten.

Sie stellten klar, dass alle Rechte an dem Markenzeichen bei dem Mutterkonzern und nicht bei der Tochter-Firma liegen würden. Damit sollte vermieden werden, dass Zuschauer den Eindruck erhalten, die ARD würde Gebühren für Reklame verpulvern. Nun spannt der Slogan der ARD Fernsehlotterie auf der Brust der St.-Pauli-Profis: “Ein Platz an der Sonne.“ Und das klingt fast wie ein verkapptes Saisonziel.

dpa

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