München - Der FC Bayern will seinen Fans in der Allianz Arena ein Vereinsmuseum der Superlative bieten. Chefplaner Kurt Ranger erklärt, wie die „FC-Bayern-Erlebniswelt“ aussehen soll.
Der Anspruch ist extrem ehrgeizig. „Weltweit die beste und innovativste Ausstellung zur Geschichte eines Fußballklubs“ will der FC Bayern laut Karl-Heinz Rummenigge seinen Fans ab der Saison 2011/2012 in der Allianz Arena präsentieren. Das Magazin 11Freunde, das ab Donnerstag erhältlich ist, sprach mit Kurt Ranger vom Stuttgarter Planungsbüro Ranger Design, das die „FC-Bayern-Erlebniswelt“ für den deutschen Rekordmeister entwirft. Sein Unternehmen ist Spezialist für Ausstellungen, z. B. über das „Königreich der Vandalen“.
Bayerns Super-Museum – so soll es aussehen.
Um den Bayern-Fans das besondere Etwas bieten zu können, haben sich Ranger und sein Team in Europa in anderen Klubmuseen umgeschaut. „Wir waren in Barcelona, Manchester, Preston, Mailand, Gelsenkirchen, Dortmund, Hamburg und Frankfurt. Eigentlich sieht man überall nur: Wimpel, Pokale, Trikots, Bälle, Schuhe“, berichtet der Experte. „Wir sind größer und werden tiefer gehen. Man muss plakativ arbeiten, aber auch Tiefgang anbieten. Das Publikum wird ja auch aus Experten bestehen, nicht nur aus normalen Touristen.“
Und die sollen per Kopfhörer durch die Erlebniswelt geführt werden. „Wir arbeiten an einem Audio-Guide und wollen Fremdsprachen anbieten“, so Ranger. „Die Idee ist, dass Franck Ribéry und andere ihre Landsleute auch in ihrer Sprache begrüßen sollen.“ Und welche Besucherzahl wird erwartet? „Das Camp Nou hat eine Million Besucher im Jahr, bei relativ hohem Eintritt“, so Ranger angesichts der 19 Euro Eintritt für Stadion und Museum des FC Barcelona. „Andere Museen haben 20 000. Wir gehen von einer sechsstelligen Zahl aus. Das wäre dann schon vergleichbar mit den anderen großen, erfolgreichen Münchner Museen.“
Natürlich sollen in der Erlebniswelt Fan-Vorschläge und -Kreationen berücksichtigt werden. Ranger: „Wir werden einen eigenen Bereich dafür haben, wollen ein Schaufenster für die Fan-Klubs sein.“ Bei der Umsetzung der Ausstellung will Bayern nicht knausern. „Karl-Heinz Rummenigge hat gesagt: Wenn wir das machen, machen wir’s richtig“, so Ranger. Entsprechend sind die Dimensionen des Projekts. Der Chefplaner sagt: „Es wird mit Sicherheit das größte deutsche Fußballmuseum, zumindest bis das DFB-Museum eröffnet wird.“
tz
Rubriklistenbild: © dpa


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