München - Takashi Usami spielt nur auf Leihbasis beim FC Bayern. Wobei: spielen ist zuviel gesagt, bislang wurde er dreimal eingewechselt. Die Zukunft des flinken Japaners beim Rekordmeister ist ungewiss.

© dapd
Takashi Usami (l.) ist mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden.
Beim Testspiel in Erfurt bekam er zum letzten Mal ein paar Spielminuten bei den Profis, anschließend war Bayerns Japaner enorm gefragt bei den kleinen Autogrammjägern. „Ushida, Ushida!“, riefen ihm die Acht- bis Zehnjährigen zu. Doch Bayerns Offensiv-Pfeil ging einfach weiter. Und ein Betreuer bemerkte: „Jungs, der heißt nicht Ushida. Das ist Usami. Takashi Usami.“ Es ist nur eine kleine Anekdote, aber sie zeigt: So richtig angekommen ist der 19-Jährige noch nicht in München und bei den Bayern-Anhängern in ganz Deutschland.
Das Problem: Noch bevor er richtig zeigen konnte, was er drauf hat, könnte er auch schon wieder weg sein. Im Sommer endet das Ausleihgeschäft mit Gamba Osaka, Bayern müsste die Kaufoption ziehen, damit der Japaner bleibt. Doch es deutet sich ein Eiertanz an. „Bayern hat den Wunsch geäußert, mich noch ein Jahr länger ausleihen zu dürfen“, berichtet Usami der tz vom Vorstoß der Verantwortlichen. Und er ergänzt: „Ich weiß nicht genau, ob das so funktionieren kann. Die Gespräche zwischen den Vereinen laufen, und auch ich habe noch ein wenig Bedenkzeit, was diese Geschichte angeht.“
Gibt es die Usami-Rolle - ein nach ihm benanntes Sushi mit Aal und Lachs - also bald in einer anderen deutschen Stadt? Mit Blick auf die Temperaturen zurzeit dürfte ein Wechsel innerhalb der Liga eigentlich wegfallen. „So eine Kälte wie gerade habe ich in Japan noch nicht erlebt“, sagt Usami mit großen Augen. Und dann lacht er: „Als ich mich in Hamburg warm gemacht habe, wären mir fast die Füße abgefroren!“
Michael Knippenkötter



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