TV-Kritik: Mit Schirm Charme & Ikone…
010.03.10|FC Bayern|Facebook
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München - Lesen Sie hier die TV-Kritik zum Champions-League-Abend von tz-Kolumnist Jörg Heinrich.
Willkommen zum Fußball-Krimi „Mit Schirm, Charme und Ikone“ sowie mit Marcel Reif-Kachelmann! Im typisch toskanischen Schmuddelwetter, mit steifer Brise von der südlichen Nordsee, übertrug der populäre entgeltpflichtige Fernsehsender Sky das Achterbahn-Fußballspiel aus Florenz.
Was mit einem Happy End endete, begann stürmisch: Marcel Reif wurde mit Schirm fast vom Schirm geweht, Moderator Basti Hellmann (Charme) und Experte Ottmar Hitzfeld (Ikone, keiner sagt so schön „Franck Ribbry“ wie er) konnten ihn gerade noch am Abheben Richtung Pisa hindern. So viel schlechtes Wetter gab’s im Fernsehen zuletzt aus Whistler Mountain zu besichtigen, der kanadischen Toskana.
Bilder aus Florenz und die Bayern in der Einzelkritik
Aber der Reihe nach: Der Ottmar, Profffi halt, hatte sich rechtzeitig einen Regenschirm besorgt und wurde von Hellmann ungefähr so angekündigt: „Es gibt drei gute Nachrichten: Alaba, Robben, Ribéry und Hitzfeld.“ Da hat sich der Basti um rund 25 Prozent verzählt, macht aber nix. „Es ist Schämbions League, K.o.-System“, enthüllte der Ottmar unterm knatternden Schirm, bevor Dieter Nickles seinen alten Spezi Louis van Gaal befragte, dem Gespräch aber unverletzt entkam. Apropos van Gaal: In Ermangelung des verletzten Martin „Demitschelis“ experimentierte Sky diesmal mit lustigen Ausspracheversionen holländischer Fußballtrainernamen, von „Van Gaal“ (Hitzfeld) über „Van Chaal“ (Hellmann) bis zum innovativen stimmlosen „Van Haal“ (Reif) war alles vertreten. Der Chefkommentator war eh klasse, wandelte an der toskanischen Waterkant auf den Spuren von Kachelmann, charakterisierte das pieselige Wetter als „Widrig ist geschmeichelt“ und wies die Zuschauer auf putzige kleine Naturphänomene hin: „Kucken Sie mal, wie der Ball in der Luft stehenbleibt!“
Aber, man muss sagen: Im Gegensatz zum einen oder anderen TV-Schaffenden bei Olympia ließ sich Reif nie deprimieren. „Wir können’s uns nicht aussuchen“, sagte er dem Wetter tapfer den Kampf an, es half aber zunächst nix. „Buttbuttbutt“, haderte er beim 0:1, um beim 0:2 zu zürnen: „Das ist ein Witz!“ Da war der Wind fast schon mit dem Bade ausgeschüttet – bis van Bommel und Robben trafen! „Geniestreich“, jubelte Reif beim 2:3 – der Wind-Jammer hatte endgültig keine Chance mehr.
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