520.01.10|FC Bayern|87 Kommentare
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München - Spanien-Kenner Bernd Schuster hat sich gegenüber der tz zum Thema Franck Ribéry geäußert. Der ehemalige Real-Trainer hält es für "eine abgemachte Sache", dass der Mittelfeld-Star nach Madrid geht.

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Franck Ribérys aktueller Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2011
"Wir haben die beste Offensivabteilung Europas. Da möchte ich mit keinem Klub der Welt tauschen." Diese Worte stammen von Christian Nerlinger. Ausgesprochen am Mittwochnachmittag gegenüber der tz. 17 Tore in den letzten fünf Bundesligaspielen – und jetzt kehrt auch noch Genie Ribéry zurück. „Mit Franck haben wir noch mehr Qualität auf dem Platz. Er ist ein Weltklasse-Spieler“, freut sich Philipp Lahm, „egal ob er von Anfang an spielt oder eingewechselt wird: Er kann ein Spiel entscheiden.“
Mit dem Franzosen wollen die Bayern die Liga endgültig wieder dominieren. Die große Frage ist nur: Wie lange kommt der FCB und die gesamte Liga noch in den Genuss der Ribéry’schen Zauberkünste? Sein Vertrag endet 2011. Wenn es mit einer Verlängerung nicht klappt, soll der 26-Jährige im Sommer diesen Jahres für teures Geld verkauft werden. Die Bayern wollen den Poker „Ende März“ (Nerlinger) vorantreiben. Geht es nach Spanien-Kenner Bernd Schuster, können sich die Verantwortlichen diese Gespräche jedoch sparen.
Die tz traf den blonden Engel am Münchner Flughafen – auf die Frage nach Ribérys Zukunft reagiert Ex-Real-Coach fast überrascht. „Ribéry geht für mich mit Sicherheit zu Real Madrid. Da brauchen wir gar nicht diskutieren, für mich ist das eine abgemachte Sache“, erklärt der 50-jährige ehemalige Mittelfeldstar. Auch der Zeitpunkt ist für den gebürtigen Augsburger klar: „Ab Sommer 2010 spielt Ribéry bei Real. Da führt kein Weg daran vorbei, die Bayern bekommen sonst ja auch kein Geld mehr.“
Schuster trainierte von Juli 2007 bis Dezember 2008 die Königlichen, er hat noch immer einen guten Draht zum Verein. Mit Freundin Elena lebt der 21-malige Nationalspieler im Madrider Nobel-Vorort Moraleja. „Hier in Spanien geht man fest davon aus, dass der Wechsel im Sommer vollzogen wird“, berichtet Schuster von der Stimmung in seiner Wahl-Heimat. Und auch er selbst glaubt an den Wechsel. Die einfache Begründung: „Wenn sich ein Spieler einmal so etwas in den Kopf gesetzt hat, dann passiert es auch. Und es ist Ribérys Willen, zu Real zu wechseln.“
Dasselbe ist immer wieder aus Ribérys Umfeld zu hören. Zwar soll es, sobald das Mittelfeldgenie wieder die ersten Spiele absolviert hat, bereits Gespräche mit den Bayern-Verantwortlichen geben. Auch Karl-Heinz Rummenigge betonte zuletzt, dass „es unser Ziel ist, ihn nicht nur bis 2011 zu halten – sondern darüber hinaus. Er selbst hat eine Verlängerung auch nie ausgeschlossen. Unsere klare Option ist es, Franck an den FC Bayern zu binden.“ Aber der Vorstands-Boss kann zum jetzigen Zeitpunkt allein aus Verhandlungsgründen schlecht etwas anderes äußern.
Auch Ribérys Berater Alain Migliaccio meinte bereits, dass „Franck nicht beim FC Bayern verlängern wird, das ist sicher“. Zwar widersprach der Superstar höchstpersönlich – möglicherweise aber nur, um vorerst für Ruhe zu sorgen. Sein kongenialer Flügel-Partner Arjen Robben äußerte sich am Mittwoch: „Es ist seine Wahl. Aber ich hoffe, dass er beim FC Bayern bleibt. Hier ist er der große Star, bei Real nur einer von vielen. Ansonsten sind beide Vereine fast gleich.“ Ob das Ribéry genauso sieht?
T. Altschäffl, J. Janssen
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