705.06.09|FC Bayern|42 Kommentare
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München - Die Wechselgerüchte um Bayerns Super-Star Franck Ribéry – es scheint als komme nun Bewegung in die ganze Sache.

Der Manager und der Top-Star: Uli Hoeneß hat nun in Sachen Ribéry Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Zwar geistern schon seit einigen Wochen Gerüchte um angeblicher Angebote der großen europäischen Vereine umher, offizielle Aussagen der Klubbosse zu diesem Thema aber gab es noch nicht. Bis jetzt!
Am Freitag nämlich sorgte der neu gewählte Real Madrids Präsident Florentino Perez mit einer offensiven Ankündigung für Wirbel. „In den nächsten Tagen“, so Perez, wolle er „mit seinen Freunden Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß über einen Wechsel des französischen Zauberdribblers zu Real Madrid sprechen. „Ich werde ihnen sagen, dass wir Ribéry verpflichten wollen. Ich möchte mit ihnen diskutieren, wie ein Wechsel zu Real möglich ist“, sagte Perez in der französischen Sportzeitung L’Equipe. Das Zeichen: Jetzt wird es ernst! Perez bekräftigte, er halte Ribéry für „aktuell einen der besten Fußballer des Planeten“ und würde sich freuen ihn in der kommenden Saison in seiner Mannschaft zu sehen.
„Wir wollen eine Mannschaft aufbauen mit den besten Spielern der Welt“, sagte Perez, der vor einigen Jahren schon das Team der Galaktischen mit Ronaldo, Figo, Zidane und Beckham aufgebaut hatte. Und was sagen die Bayern zu Perez’ Vorhaben? Die tz fragte bei Uli Hoeneß nach. „Wenn der Herr Perez mit uns über einen Wechsel sprechen will, dann bin ich sicher, wird er sich in ein Flugzeug setzen und zu uns kommen“, sagte der Manager und signalisierte damit indirekt grundsätzliche Gesprächsbereitschaft. Bislang hatte Hoeneß einen Verkauf des Franzosen kategorisch ausgeschlossen und gesagt: „Wir verhandeln nicht. Ribéry geben wir nicht her.“
Selbst die kolportierten 70 Millionen Euro, die Manchester United geboten hatte, konnten Hoeneß bislang nicht von seiner Meinung abbringen. „Zu wenig“, so seine Reaktion. Das war jedoch bevor Louis van Gaal Trainer wurde – und bevor Gomez und Pranjic verpflichtet wurden. Seitdem hat sich finanziell einiges getan: Klinsmann musste abgefunden werden, van Gaal muss bezahlt werden, Gomez und Pranjic kosteten fast 50 Millionen Euro Ablöse, das Gehalt noch gar nicht eingerechnet. Und wenn – wonach es aussieht – van Gaal noch weitere Spieler verpflichten will, kämen den Bayern die Millionen aus einem Verkauf Ribérys sehr gelegen. Und: Ob der manchmal etwas zu legère Ribéry und der disziplinversessene van Gaal besonders gut zusammenpassen, darf bezweifelt werden. Beide Seiten wissen das – ein Wechsel könnte das Problem lösen.
Doch die tz weiß: Bis heute ist erst ein einziges konkretes Angebot für einen Transfer bei den Bayern eingegangen – und das war inakzeptabel. Unter 70 Millionen braucht es ein Klub gar nicht erst versuchen. Denn Hoeneß ist sich einer Sache bewusster denn je: Wenn er in diesem von ihm so genannten „Spiel ohne Grenzen“, mit utopischen Ablösesummen mitspielen will, dann auf der Seite derjenigen, die das Geld kassieren. Er will die Ablöse für Ribéry so nah wie möglich an die 100-Millionen-Grenze treiben. Zumal die Bayern offenbar über weitere Transfers nachdenken. Manuel Neuer , als kommender Stammtorhüter, ist beinahe fest eingeplant. Der sagte jetzt: „Perspektivisch gesehen ist Bayern die Nummer Eins in Deutschland . Der Klub bietet die meisten Möglichkeiten. Denn Bayern ist konstant in der Champions League aktiv.“ Scheint, als näherte sich beide Seiten immer mehr an.
Auch das Thema Stürmer ist bei Bayern längst noch nicht abgehakt. Plötzlich wieder im Rennen : Goran Pandev , Stürmer bei Lazio Rom . „Bayern ist der einzige Verein, der ein konkretes Interesse an meinem Klienten zeigt“, sagte Pandev-Berater Carlo Pallavicino. Sollte das stimmen, wäre das ein klares Signal an Luca Toni . Es bleibt also spannend…
Jan Janssen
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