Lucio: „Ich habe mit Hoeneß’ Sekretärin geweint“

Lucio: „Ich habe mit Hoeneß’ Sekretärin geweint“

2216.07.09|FC BayernFacebook
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München - Es ist Lucios letztes Interview als Bayern-Spieler: Im Exklusiv-Gespräch mit der tz erklärt der Brasilianer, warum er zu Inter Mailand wechselt.

tz-Reporter Mario Volpe (r.) traf den Brasilianer am Donnerstag zum Abschieds-Interview.

Brasiliens Kapitän Lucio packt die Koffer. Der 31 Jahre alte Weltmeister von 2002 wechselt nach fünf Jahren beim FC Bayern für rund sieben Millionen Euro zu Inter Mailand, wo er einen Dreijahresvertrag erhält. „Die Vereine sind sich einig, und der Spieler ist sich mit dem Verein einig“, gab Bayern-Manager Uli Hoeneß bekannt. Man habe „zähneknirschend“ dem Wechselwunsch entsprochen. „Sein Wunsch war, den FC Bayern zu verlassen, wenn ein Angebot eines großen Vereins kommt“, so Hoeneß.

Servus, Lucio! Seine Jahre in Deutschland

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Das Abschieds-Interview.

Lucio, wieso gehen Sie?

Lucio: Ich bin 31 und wollte noch einmal einen langfristigen Vertrag. Aber das wollte der Verein in der Form nicht. Als dann das Inter-Angebot kam, hat es mir die Entscheidung leicht gemacht. Geplant hatte ich nach dem Confed-Cup und meinem Urlaub, ein weiteres Jahr für Bayern zu spielen. Aber im Nachhinein war das so besser. Inter wollte mich unbedingt, Bayern nicht mehr.

Hat man Ihnen gesagt, dass man sie nicht mehr benötigt?

Lucio: Nicht direkt. Aber in den Gesprächen, die im übrigen sehr respektvoll verliefen, wurde klar, dass mein Vertrag nicht verlängert wird.

Ein schöner oder ein trauriger Tag für Sie?

Lucio: Ein schöner. Ich habe hier fünf Jahre lang eine unvergessliche Zeit verbracht, durfte viele Titel gewinnen und werde das nie vergessen.

Und jetzt?

Lucio: Nun beginnt eine neue, schöne Etappe in meinem Leben. Inter ist ein Gigant und das wird spektakulär für mich.

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Haben Sie auch mit van Gaal gesprochen?

Lucio: Er hat gesagt, dass ich um meinen Platz kämpfen muss. Das Inter-Angebot kam vor ein paar Tagen, während des Trainings heute kam es dann zur Einigung.

Haben Sie sich von den Bossen verabschiedet?

Lucio: Von Herrn Rummenigge und von Herrn Hopfner habe ich mich verabschiedet. Rummenigge war etwas traurig über diesen Wechsel, hat sich aber für die gemeinsame Zeit bedankt.

Was nehmen Sie mit?

Lucio: Die Freundschaften werde ich weiter pflegen. Außerdem haben meine Kinder die Sprache gelernt, hatten ein tolles Leben und ich behalte mein Haus in Münchenm, das ich in meinem Urlaub bewohnen werde. Freunde, Titel und Erinnerungen werden immer einen Platz in meinem Herzen behalten.

Hätten Sie sich gewünscht, dass dem Verein Ihr Verbleib etwas mehr wert gewesen wäre?

Lucio: So ist das Fußballerleben. Etwas traurig, aber man kann sich nicht immer einigen. Es war das bestes für beide Seiten. Ich habe mir den Respekt hier verdient, weil ich für Bayern immer alles gegeben habe. 

Wollen Sie sich bei jemandem bedanken?

Lucio: Ja, bei Frau Potthoff, der Sekretärin von Uli Hoeneß. Sie hat mir immer geholfen und wurde eine sehr gute Freundin. Sie hat ein großes Herz und ist sehr sympathisch. Sie hat bei meinem Abschied geweint und ich auch.

Hoffen Sie auf ein Aufeinandertreffen von Inter und Bayern in der Champions-League?

Lucio: Lieber nicht.

Interview: Mario Volpe

Kommt Ersatz für Lucio? Die Bayern-Transferbörse

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