München - Im tz-Interview spricht Franck Ribéry über seine Verletzung, über die Beckenbauer-Attacke und Spekulationen über seine Zukunft.

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Franck Ribéry wehrt sich im tz-Interview gegen jegliche Vorwürfe: „Bisher habe ich mich stets professionell verhalten, sowohl auf, als auch außerhalb des Platzes.“
Monsieur Ribéry, seit drei Wochen können Sie wegen einer Entzündung im linken Knie mit der Mannschaft nicht trainieren. Wie geht es Ihnen mittlerweile?
Ribéry: Mir geht es wieder ganz gut. Ich kann nun wieder problemlos laufen. Ich spüre gar keine Knieschmerzen mehr.
Wann steigen Sie wieder in den Trainingsbetrieb ein?
Ribéry: Ich habe von der medizinischen Abteilung erst für nächsten Mittwoch grünes Licht bekommen, um wieder mit der Mannschaft trainieren zu dürfen. Insofern kommt das erste Bundesliga-Spiel in Hoffenheim zu früh für mich. Realistischer ist ein Einsatz beim Heimspiel gegen Werder am 15. August.
Ihre Vorbereitung lief nicht wirklich rund bisher. Erst die Blase an der Achillessehne, und nun das Knie.
Ribéry: Seit dem Trainingsauftakt am 1. Juli habe ich erst bei vier oder fünf Trainingseinheiten mitmachen können. Bald wieder mit dem Team trainieren zu dürfen, wird mir richtig gut tun. Ich vermisse den Ball und allein zu trainieren macht einfach kein Spaß.
Ribéry: Es wird viel über meine Zukunft spekuliert, das stimmt. Und es ist wahrscheinlich auch noch nicht vorbei. Aber ich rede nicht über dieses Thema und ich werde es auch in Zukunft nicht tun. Es gibt bestimmte Leute, die viel Druck haben. Meine Zukunft scheint für viele ein großes Problem zu sein, aber nicht für mich. Persönlich geht es mir sehr gut und das ist für mich das Allerwichtigste.
Franz Beckenbauer meinte diese Woche, dass man Sie nicht unter 94 Millionen Euros ziehen lassen sollte, denn Sie seien genauso gut wie Cristiano Ronaldo, der für diese Summe von Manchester United zu Real Madrid gewechselt ist. Schmeicheln Ihnen solche Aussagen?
Ribéry: Darum kümmere ich mich nicht. Mein Ziel ist es einfach, bald wieder mit den Kollegen trainieren zu dürfen und nach vorne zu schauen. Ich habe nur einen Wunsch: Wieder Fußball spielen und mit Fans und Mitspielern viel Spaß zu haben.
Ein Wort zu den Bayern-Bossen, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß: Sie werden von beiden stets gelobt oder nach Attacken wie der von Franz Beckenbauer in Schutz genommen. Haben sie Angst, Sie zu verlieren?
Ribéry: Die Bayern-Verantwortlichen wollen mich nicht ziehen lassen, das ist klar. Sie schätzen mich sehr. Sie mögen mich. Ich fand es klasse, wie Sie mich nach der Kritik von Herrn Beckenbauer in Schutz genommen haben. Eine tolle Geste, die mir sehr gut gefallen hat.
Sie scheinen in jedem Fall Krach mit den Verantwortlichen vermeiden zu wollen.
Ribéry: Falls ich den FC Bayern verlassen sollte, möchte ich ohne Krach gehen. Bisher habe ich mich stets professionell verhalten, sowohl auf, als auch außerhalb des Platzes. Ich habe mich nicht verändert. Ich bin immer noch der Gleiche.
Interview: Etienne Faubourg



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