Augsburg - Uli Hoeneß hat sich am Wochenende nicht nur zur Gesellschaftskrise, sondern auch zu Louis van Gaal, Mats Hummels und Toni Kroos geäußert.

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Uli Hoeneß
Wenn Uli Hoeneß spricht, wird aufmerksam gelauscht. Bei einem Symposium des Elektro-Großhändlers Sonepar war der Bayern-Präsident in Augsburg als Stargast eingeladen. Er wurde als Mensch mit Herz und Hirn und einem enormen Verkaufstalent präsentiert. Hoeneß könne sogar dem Papst ein Doppelbett verkaufen, hieß es. Der Erfolgsmanager entgegnete süffisant: „Im Moment scheint es bei uns wichtiger zu sein, deutschen Schiedsrichtern die Doppelbetten zu verkaufen…“
Weiter wollte sich Hoeneß über die Causa Amerell-Kempter-DFB nicht äußern. „Ich bin über alles informiert, habe dazu eine feste Meinung, werde diese aber noch nicht kundtun.“
Dafür sprach der Aufsichtsratsboss, der seine Gage dem FC Bayern Hilfe e.V. stiftete, über andere interessante Themen. Über…
Trainer Louis van Gaal: Es gibt Holländer und es gibt van Gaal. Er ist eine besondere Spezies, er hat bei uns eine neue Spielkultur entwickelt. Er ist ein sehr strikter Mann, der unglaublich viel Wert auf Disziplin legt, der allerdings auch andere Meinungen nicht so gern akzeptiert – daran müssen wir noch arbeiten (lächelt).
das Erfolgsgeheimnis der Marke FC Bayern: Entscheidend ist, dass man den Leuten nicht egal ist. Eine Marke ist etwas, was die Leute interessiert, elektrisiert und polarisiert. Wenn ich eines Tages auf die Frage, „Was halten sie vom FC Bayern?“ bei einer Umfrage die Antwort erhalte, „Der ist mir egal“, dann habe ich ein Problem. Die einen sagen heute, „Bayern, toll und sensationell“ und die anderen schimpfen über die arroganten Idioten von der Säbener Straße. Damit kann ich prima leben, denn der, der schimpft, muss auch Eintritt zahlen.
Wege aus der Gesellschaftskrise: Wir müssen wieder zurück zu den Wurzeln. Was muss ich am Wochenende drei Tage nach Mallorca, wenn ich im Allgäu auch spazieren gehen kann? Man muss wieder normal sein, die Familie muss wieder mehr in den Mittelpunkt kommen. Es muss auch wieder eine Frau stolz machen können, wenn sie sagt: „Ich bin von Beruf Hausfrau.“ Ich finde das einen tollen Beruf, der aber heutzutage verpönt wird. Die Kinderziehung muss sich wieder normalisieren, die Familie muss sich wieder um die Kindern kümmern, dann haben wir nicht mehr so viel Gewalt in den S-Bahnen.
Aufgezeichnet von Gerd Saxenhammer



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