3205.07.09|FC Bayern|96 Kommentare
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München - Er ist der Mann, über den Fußball-Deutschland spricht: Franck Ribéry. Nach der ersten Trainingseinheit setzte der wechselwillige Franzose aus – und die Fachwelt diskutiert: Ist er ein Stinkstiefel? Will er sich von den Bayern wegmobben? Täuscht er gar die Verletzung nur vor?

© Sampics
Simulant Ribéry? In der tz wehrt sich der Franzose gegen diese Unterstellungen. Er sagt: „Ich verstehe nicht, wer darauf kommt, zu behaupten, meine Verletzung sei eine Erfindung. Das ist eine Lüge“.
Für mindestens genauso viel Wirbel wie seine Blase am Fuß sorgten seine angeblichen Äußerungen („Ich will weg!“). Christian Nerlinger kündigte in der tz einen Strafenkatalog an, Franz Beckenbauer mutmaßte, dass Real Madrid das Geld für Ribéry fehlt: „Eigentlich kann ich mir kaum vorstellen, dass Real nach all den Einkäufen in den letzten Wochen noch Geld für Ribéry übrig hat.“ Die neueste Meldung: Laut Daily Star will Real diese Woche den Bayern ein neues Angebot unterbreiten: Ein 55-Millionen-Pfund-Paket mit Wesley Sneijder und Arjen Robben. Dribbelkünstler Ribéry ist in aller Munde, das Reizthema der Sommerpause. Jetzt spricht Ribéry – in der tz.
Dass seine Verletzung nicht schlimm sein soll, ihm gar Täuschung vorgeworfen wird, hat Ribéry schwer getroffen. „Ich verstehe nicht, wer darauf kommt, zu behaupten, meine Verletzung sei eine Erfindung“, äußerte der 26-Jährige am Samstag sein Unverständnis über die Gerüchte: „Das ist eine Lüge. Ich habe wirklich Schmerzen, meine Ferse ist entzündet, dazu habe ich eine Blase. Ich will so schnell wie möglich wieder ins Training einsteigen.“ Schon am Sonntag biss Bayerns Nummer 7 auf die Zähne – und absolvierte die komplette Einheit.
Aber was wird nun wirklich aus Ribéry? Eine Offerte von Real liegt den Bayern nicht vor. Das machte Christian Nerlinger deutlich: „Das ist ein großes Luftschloss, dass er sich da aufbaut – denn es gibt von Real kein Angebot.“ Trotzdem suchte Ribéry letzte Woche den offenen Konflikt mit den Verantwortlichen – als er sich deutlich wie nie zu einem Wechsel bekannte: „Ich will weg. Real oder gar nichts.“ Zwei Sätze, die ihm die Fans richtig übel nahmen. Aber auch hier fühlt sich Ribéry missverstanden. Der Franzose verteidigt sich in der tz: „Ich habe nie gesagt, dass ich unbedingt weg will. Das waren nicht meine Worte, meine Aussagen wurden falsch interpretiert.“ Worte, die die Anhänger aufatmen lassen. Ribéry: „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Ich will keinen Streit mit dem FC Bayern. Diese Sache würde ich gerne klären.“
Ein klares Bekenntnis, dass er seinen Vertrag in München erfüllt, kann und will Ribéry aber nicht abgeben: „Man muss jetzt einfach abwarten und falls es ein Angebot gibt sich unterhalten. Aber ich will jetzt nichts Falsches sagen.“ Das Interesse an Real Madrid besteht weiterhin, besonders Ribérys Frau Wahiba würde lieber heute als morgen weg aus München. Trotzdem verspricht Ribéry: „Meine Mentalität ist es, immer Gas zu geben.“ Also auch, wenn sich der Traum Madrid nicht erfüllt.
Der Poker um Ribéry. Mit seinen Worten will der Mittelfeldzauberer Zündstoff herausnehmen, die Anhängerschaft beruhigen. Auch sein Trainer dürfte sich über die Worte freuen. In der BamS antwortet Louis van Gaal auf die Frage, ob das Wechsel-Theater nerve: „Ja, natürlich. Das Wechsel-Thema ist nicht gut für Franck, nicht gut für Bayern und auch nicht gut für mich.“ Seine deutliche Forderung: „Es muss bald vorbei sein. Wir müssen das Problem lösen. Aber das ist nicht so einfach. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle, nicht zuletzt das Geld.“
Ob Ribéry am ersten Bundesliga-Spieltag noch zum Bayern-Kader gehört, kann van Gaal „nicht beantworten. Das ist abhängig von vielen Faktoren“. Von Bayern, Real – und Ribéry. Im Gespräch wird klar: Er hat nicht vor, ein falsches Spiel mit den Bayern zu treiben.
Tobias Altschäffl
Seit Sonntag trainiert Ribéry in neuen, schwarz-blauen Schuhen wieder mit - in Frankreichs Musik-Charts rockt er seit Wochen. Im Sommerhit Même pas Fatigué (Kein bisschen müde) von DJ Kore tanzt und dribbelt er als Hauptperson durch das Musikvideo.
Sehen Sie hier den Bayern-Star im rot-weißen Fußball-Trikot tanzen
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