München - Das Remis in Hamburg war enttäuschend. Der FC Bayern hat seinen Vorsprung verspielt und die Tabellenführung an Borussia Dortmund verloren. Sportdirektor Nerlinger ist sauer.

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Christian Nerlinger ist sauer, dass der FC Bayern seinen Vorsprung aus der Winterpause verspielt hat.
Die Bosse des FC Bayern hatten derweil wenig Lust auf klärende Worte. Sie gingen an den Medienvertretern vorüber. Nur Christian Nerlinger hielt kurz inne für eine knappe Ansage. Der Sportdirektor erklärte kurz und bündig: „Das ist kein optimaler Start in die Rückrunde. Wir sind mit drei Punkten Vorsprung gestartet, sind jetzt zwei zurück. Und ich glaube: Das sagt alles!“
Philipp Lahm brachte dann auf den Punkt, was seit Wochen ein Knackpunkt ist beim Rekordmeister. „Unser Problem ist, dass wir wie in Gladbach 1:0 in Rückstand geraten sind – und dann wird es schwer.“ Kurzum: Bayern sucht noch immer nach einer Lösung, wenn der Gegner wenig Räume zulässt und mit einer Führung im Rücken noch dichter steht als sonst. Und die Stars müssen sich immer wieder fragen lassen, wieso sie nicht so erfrischend spielen wie der BVB.
Toni Kroos erklärte leicht genervt: „Ich habe das Spiel gegen Nürnberg gesehen und weiß nicht, ob das so viel besser war als unser Spiel.“ Hinzu kommen jetzt schon die ersten Sticheleien aus dem Westen. Dortmund-Lautsprecher Kevin Großkreutz frotzelte bereits: „Bayern hat doch gesagt, dass sie mehr Qualität haben. Dann sollen sie’s zeigen!“
Die Frage ist dabei gar nicht so schlecht: Warum ruft Bayern seine Klasse nicht voll ab? Jupp Heynckes erklärt es unter anderem so: „Ribéry und Robben waren unter der Woche nicht im Training, Schweinsteiger hat in der Vorbereitung häufig gefehlt.“ Hinzu kamen Probleme in der Abwehr. Ausreden und Entschuldigungen? Ex-Bayern-Star Mario Basler sieht zumindest den Trainingsrückstand von Robben als wenig relevant an. Er sagte im Sport-1-Doppelpass sogar: Ohne Robben lief und läuft es besser! Für Basler ist mit Müller auf rechts einfach mehr Schwung drin.
Einig waren sich die meisten darin, dass „uns im Moment der letzte, entscheidende Pass fehlt“, wie Lahm zusammenfasste. Bis zum Sechzehner sehe es ganz gut aus, weiter geht es dann nicht. Und so gilt auch hier: Das sagt alles! Denn so schießt man keine Tore und gewinnt auch nicht.
Michael Knippenkötter



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