München - Der Transfer des Schweizer Ausnahmetalents Xherdan Shaqiri zum FC Bayern ist wohl perfekt. Der mögliche Neuzugang war am Dienstagnachmittag bereits in München.

© Jan Janssen
Xherdan Shaqiri bei seiner Ankunft in München
Was als Gerücht in den letzten Tagen durch die Säbener Straße geisterte, wurde am Dienstag Gewissheit: Der FC Bayern hat den Schweizer Super-Dribbler Xherdan Shaqiri (20) verpflichtet. Auch wenn die Bayern bislang noch nichts bestätigen wollten – Fakt ist: Am Dienstag reiste der Mittelfeldspieler nach München, kam zum Medizincheck zur Praxis von Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Und wurde dort von der tz empfangen.
Erwischt! Shaqiri schon in München!
Zur gleichen Zeit befand sich Shaqiri schon bei Dr. Müller-Wohlfahrt zu einer intensiven Untersuchung. Um 14.45 Uhr verließ Shaqiri die Praxis, wurde vom Bayern-Chauffeur weggefahren. Sagen wollte der neue Bayern-Dribbler nichts.
Viele Bayern-Fans fragen sich jetzt: Wer ist dieser Shaqiri? „Xherdan Shaqiri hat enorme Qualitäten“, sagte Ex-Bayer Ciriaco Sforza dem Tagesanzeiger. „Er ist schnell, trickreich, technisch versiert und torgefährlich. Er ist auch vom Charakter her ein Supertyp.“ Und Sforza ist sich sicher: „Wenn die Bayern einen solchen Spieler für so viel Geld holen, dann sind sie restlos von ihm überzeugt und glauben auch an seine menschlichen Qualitäten.“
Seine physischen Qualitäten sprechen jedenfalls Bände: Shaqiri ist nur 1,69 m groß, wiegt 72 Kilogramm – ein echtes Kraftpaket. Kein Wunder also, dass der Sohn von zwei Kosovo-Albanern bereits mit 17 seinen ersten Profivertrag beim FC Basel unterschrieb. Ein Jahr später, als 18-Jähriger, war der Liebhaber von schnellen Luxusflitzern schon U 21-Nationalspieler der Schweiz. Bei der WM 2012 war er sogar im Team von Ottmar Hitzfeld dabei. Und der traut Shaqiri zu, bei den Bayern schnell zum Publikumsliebling zu avancieren. „Die Zuschauer werden ihn lieben“, sagte Hitzfeld der tz (siehe Interview unten).
Die hat sich Shaqiri zum Teil auch bei seinen großen Vorbildern abgeschaut: Messi und Cristiano Ronaldo. Jetzt stürmt der Schweizer Fußballer des Jahres 2011 selbst für einen der Top-Klubs Europas. Galatasaray Istanbul und Zenit St. Petersburg gab Shaqiri einen Korb, der Grund: „Ich will dahin, wo ich mich auch verständigen kann“, so Shaqiri. Beim FCB hat er es aber im rechten Mittelfeld mit Arjen Robben mit einem wahren Konkurrenten zu tun. „Es wird schwer, dass er sich gleich auf Anhieb gegen Spieler wie Ribéry und Robben durchsetzt“, meint Günter Netzer. Robbens Vertrag jedenfalls läuft diesen Sommer aus. Ein Zeichen?
jj, mic, lop



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