München - Dem Schock über die Verletzung von Arjen Robben folgt die blanke Wut. Der FC Bayern klagt an: Die Holländer haben unseren Superstar kaputtgemacht!

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Die bittere Wahrheit wird mit einer Zahl noch viel schlimmer: Ein fünf Zentimeter (!) großes Loch hat sich mittlerweile im Muskel gebildet! „Das muss einfach jeder spüren, wenn er den Oberschenkel abtastet. Wir sind stocksauer“, hieß es am Dienstag aus Bayern-Kreisen. Die Verletzung ist so offensichtlich, dass man sie bei Bayern während der turnusmäßigen Untersuchung vor der Saison schnell entdeckte. „Wir hatten bei Arjen zusätzlich eine Kernspintomographie gemacht, weil wir seine Geschichte ja noch im Hinterkopf hatten. Dass sich dabei so etwas zeigt, hätten wir ganz bestimmt nicht gedacht“, erklärte Mediendirektor Markus Hörwick.
Der Robben-Skandal – Bayern ist geschockt! Und die Gemüter erhitzten sich nach Bekanntwerden einiger Details noch weiter. So soll während der WM beim Abpunktieren des Muskels mehrmals eine blutige Flüssigkeit ausgetreten sein. Klare Anzeichen für eine schwerere Verletzung.
Doch warum hat man bei den Holländern über diese Warnhinweise hinweggesehen? War der WM-Erfolg wichtiger als die Gesundheit des Spielers? Karl-Heinz Rummenigge jedenfalls will sich mit dieser für den FC Bayern bitteren Situation nicht abfinden: „Es gibt noch einiges zu besprechen. Ich habe die FIFA informiert und sie gebeten, als Mediator zwischen den Parteien zu fungieren.“ Die FIFA signalisiert allerdings, sie könne in diesem Fall unmöglich als Mediator auftreten. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen ...
Fest steht schon jetzt, dass der Superdribbler mindestens zwei Monate nicht zur Verfügung steht. Robben selbst war am Dienstag geknickt: „Ich habe mich fit gefühlt, vier Spiele gemacht und keine Schmerzen gehabt. Diese Diagnose ist ein Schock – ich bin genauso überrascht und geschockt wie alle hier!“ Noch am Mittag kündigte der 26-Jährige an: „Ich kann noch besser spielen als letzte Saison!“ Gegen Wolfsburg wollte er wieder wirbeln. Nun muss er aussetzen.
mic
Rubriklistenbild: © Getty


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