408.11.09|FC Bayern|148 Kommentare
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A
München - Philipp Lahm geht nach seinem folgeschweren Interview auf Tauchstation. Vater Roland steht hinter den Aussagen seines Sohnes. Hat Lahm Recht? Die tz analysiert die Sachlage:

© ap
Philipp Lahm hat mit seinem Interview mächtig für Wirbel gesorgt. Aber hat er mit seinen Aussagen auch Recht?
Dabei kann er seinen Sohn verstehen: „Philipp hat etwas losgetreten, was doch eigentlich stimmt. Das war seine Meinung – da hat sich der Herr Hoeneß scheinbar auf den Schlips getreten gefühlt.“ Dass sein vom Verein nicht autorisiertes Interview Konsequenzen haben wird, wussten sowohl Philipp Lahm als auch sein von Hoeneß attackierter Berater Roman Grill (Hoeneß: „Ich lese da seine Handschrift. Das wird für beide Herren kein guter Samstag gewesen sein“). Lahm habe seine Bedenken schon öfter beim Vorstand vorgetragen, wurde Grill am Sonntag zitiert, aber man könne auch „nicht immer nur rumdrucksen“. Jetzt droht Ärger.
„Rausschmeißen werden sie ihn nicht“, meint Roland Lahm: „Er wird halt eine Geldstrafe bekommen.“ Die wird im fünfstelligen Bereich liegen; am Montag muss Lahm zum Rapport beim Vorstand. Mit ihrem Sohn müssten die Eltern Daniela und Roland „nicht noch einmal über das Interview reden, Philipp weiß schon alleine, was er macht“, meint sein Vater: „Vielleicht können wir ihm ja dazu gratulieren, weil er damit etwas bewegt.“ Keine Frage: Bei den Bayern liegt vieles im Argen. Die alte Dominanz ist schon lange weg. Stillstand statt Fortschritt. Hat Lahm also recht? Die tz analysiert die Vorwürfe – und was dahinter steckt:
Die Transferpolitik: In der Vergangenheit „lief das mit den Transfers nicht immer glücklich“, kritisiert Lahm speziell die Arbeit des Vorstands: „Andere Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor – und dann kauft man Personal für dieses System.“ So etwas „gibt es bei uns nicht. In der Vergangenheit lief das mit den Transfers nicht immer glücklich“. Keine Frage: Transfer-
Die Sturm-
Das langsame Mittelfeld: Für die Zentrale fand der Nationalspieler besonders deutliche Worte: „Ich glaube einfach, unser größtes Problem liegt im Mittelfeld. Wo ist jemand, der mal was bewegt?“ In der Tat fehlen den Bayern im Zentrum seit Jahren Ideen und Kreativität. Bommel und Timoschtschuk sind Arbeiter, Schweinsteiger wird wohl nie ein Kreativkopf. Lahm vermisst Spielertypen wie Xavi oder Iniesta. Im Zentrum wird das Spiel nur beruhigt, Kreativmomente kommen wenn überhaupt von Ribéry oder Robben über außen. Das endete, als die beiden zuletzt fehlten, in todlangweiligem Ballgeschiebe.
Van Gaals rauer Ton: Viele Spieler hätten „eine Mischung aus Respekt und Angst“ vor dem Trainer, er sei manchmal „auch schwierig im Umgang“. Dadurch sind viele Spieler verunsichert, trauen sich nur noch Sicherheitspässe zu. Vor dem Spiel am Samstag ermutigte van Gaal seine Profis aber zumindest schon zu mehr Risiko, Lahm lobt auch: „Man sieht eine Handschrift.“ Es waren deutliche, kritische Worte des Führungsspielers. Im Kern traf Lahm die zentralen Bayern-
ta

Jetzt neu – der tz Sportshop bietet ab sofort alles, was sich ein Fan wünscht. Vom Originaltrikot bis hin zum ausgefallenen Fanartikel. Zusätzlich wöchentliche Angebote und Aktionen.Mehr...

Infos, aktuelle Nachrichten sowie Unterhaltsames zum FC Bayern München. Lesen Sie alles über den deutschen Rekordmeister und klicken Sie sich durch den Kader, um mehr über die einzelnen Spieler zu erfahren...