009.09.10|FC Bayern|20 Kommentare
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München - Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger warnt seine Mannschaft vor den kommenden Aufgaben: Immerhin stehen in den nächsten drei Wochen sieben Spiele auf dem Programm.

© dpa
Sportdirektor Christian Nerlinger.
Er hat einen kurzen Draht zur Mannschaft. So machte sich Christian Nerlinger auch am Donnerstag auf den kurzen Weg von seinem Büro in den Profitrakt an der Säbener Straße, erkundigte sich über das Befinden der Spieler. Die Nationalspieler sind seit Mittwochabend zurück, „alle sind fit“, vermeldet Nerlinger.
Keine Selbstverständlichkeit – siehe Bremen: Per Mertesacker fällt wegen seines Augenhöhlenbruchs im Spitzenspiel am Samstag aus, auch Naldo und Pizarro fehlen. Bei den Bayern sind bis auf Robben und Breno alle Stars fit für den Kracher. Das Spitzenspiel gegen Bremen: Nach der Pleite in Kaiserslautern stehen die Bayern schon unter Druck. Soll ein Fehlstart vermieden werden, müssen am Samstag drei Punkte her. Deswegen sendet Nerlinger eine Warnung an die Mannschaft. „Wir haben in den nächsten drei Wochen sieben Spiele. Jetzt geht es richtig los“, mahnt der Sportdirektor in der tz. „Jetzt müssen wir loslegen. Wir dürfen uns keine Ausrutscher mehr erlauben!“
Eine deutliche Ansage! An den ersten beiden Spieltagen seien „alle Mannschaften noch gehandicapt gewesen“, glaubt Nerlinger, „das sieht man an Ergebnissen wie Leverkusens 3:6 gegen Gladbach“. Weil die Konkurrenz – siehe Schalke – spät einkaufte und sich noch finden muss, könnten die eingespielten Bayern jetzt davonziehen. „Wir können jetzt die Basis für eine starke Saison legen“, will Nerlinger die Gunst der Stunde nutzen.
Nach dem Duell gegen Bremen haben die Bayern ein weiteres Heimspiel gegen Köln, dazwischen gastiert der AS Rom in München. In der Liga folgen Hoffenheim, Mainz und Dortmund – spätestens im Oktober wollen die Bayern wieder ganz oben stehen. Dabei helfen soll Holger Badstuber. Das Eigengewächs war der große Gewinner der Länderspielreise. „Holger hat sehr überzeugend gespielt“, meint auch Nerlinger, „aber das habe ich auch so erwartet. Er spielt jetzt auf seiner angestammten Position als Innenverteidiger. Das gibt ihm sehr viel Selbstvertrauen.“ Dass Badstuber seinen kometenhaften Aufstieg im DFB-Team problemlos fortsetzt, überrascht den Sportdirektor „überhaupt nicht“. Nerlinger: „Ich sehe ihn als Stammspieler in der Nationalmannschaft.“
Der Hoeneß-Nachfolger ist überzeugt: „Holger ist ja noch so jung. Er ist eine Lösung für viele Jahre.“ Der Sportdirektor sieht den 21-Jährigen auch vor erfahrenen Konkurrenten wie Friedrich oder Westermann. Volle Zufriedenheit also bei Badstuber – kritischer gehen die Bosse mit Miro Klose um. Der trifft zwar im DFB-Trikot weiter, bei den Bayern aber auch weiter nicht. „Bei der Nationalmannschaft läuft es sicherlich gut für ihn“, meint Nerlinger. Klingt nach einem großen „Aber“. Der Sportdirektor vielsagend: „Wir sind gespannt, wie sich das im Sturm entwickelt.“ Ein weiterer Warnschuss…
ta
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