230.07.10|FC Bayern|8 Kommentare
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München - Ivica Olic verrät im tz-

© Sampics
Ivica Olic bei seiner "Lieblingsbeschäftigung": laufen.
Am Montag kommen die Nationalspieler zurück nach München – zwei von ihnen werden dabei ganz besonders heiß sein auf die neue Saison: Miro Klose und Mario Gomez. Die Stürmer wollen es jetzt wissen! Dabei ist ihr größter Konkurrent um den einzigen Platz in der Spitze schon lange im Training: Ivica Olic. Wie sehr er sich derzeit reinhängt, verrät er im Interview mit der tz.
Herr Olic, das Trainingslager ist vorbei, nun schuften Sie an der Säbener Straße. Wie hart ist diese Vorbereitung für Sie?
Ivica Olic: Nun ja, ich war im Sommer im Urlaub in Kroatien und habe mich sechs Tage komplett entspannt. Aber dann habe ich vier Tage trainiert! Und davor auch schon!
Sie haben allein im Urlaub trainiert?
Olic: Ja, mit einem Privattrainer. Das mache ich immer so – seit zehn Jahren jetzt. Mittlerweile sind wir gute Freunde.
Sieht der Verein diese Privatstunden gern?
Olic: Ich weiß nicht, das ist meine Sache. Wenn ich merke, ich könnte etwas mehr machen, dann lege ich eben los. Ich versuche fitter zu werden, so dass mir die Übungen im Trainingslager schließlich leichter fallen. Ich fühle mich danach besser.
Wie unterscheidet sich die Vorbereitung von Louis van Gaal zu der von anderen Trainern?
Olic: Ich hatte in der Bundesliga bisher immer holländische Trainer: zuerst Huub Stevens, dann Martin Jol, nun Louis van Gaal. Jeder hat seine Art, aber vom Prinzip her sind sich die Holländer doch ähnlich: Es wird viel mit dem Ball gearbeitet. Das ist viel leichter für den Kopf! Du machst hier eine Übung mit dem Ball, da eine – und du merkst gar nicht, wie viel du dich dabei überhaupt bewegst. Du holst dir Kraft und tust etwas für das Ballgefühl. Und am Ende bist du müde und weißt, was du getan hast. Das ist anders, als zum Beispiel in Russland. Da bin ich nur gelaufen, von A nach B und zurück. Das macht weniger Spaß.
Dabei sind Sie bekannt dafür, viel zu laufen – Sie kämpfen um jeden Ball.
Olic: Das stimmt, das hat sich durch meine Jugendzeit wohl so eingeprägt. Früher musste ich meist gegen Spieler ran, die zwei oder drei Jahre älter waren. Das hat dazu geführt, dass ich noch mehr kämpfen musste. Ich habe einfach so ein großes Ego, dass ich nicht verlieren kann. Ich musste immer gewinnen, sonst habe ich fast geweint. Deswegen bin ich immer viel gelaufen. In unserem Dorf wussten alle: Ich kann laufen!
Bei den Bayern ist mit Toni Kroos ein weiterer Offensiv-
Olic: Ich weiß nicht, aber ich mache mir keine Sorgen um meine Position. Ich sage nicht, dass ich einen Stammplatz hätte, aber der Trainer kennt mich nun. Er weiß, wo meine Qualitäten liegen. Und ich weiß: Wenn ich mich gut vorbereite, wenn ich gut trainiere, dann spiele ich auch gut. Ich habe keine Angst! Selbst wenn ich mal auf der Bank sitze, kann ich wieder schnell ins Team kommen.
Interview: mic

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