München - Es ist ruhig um geworden um Uli Hoeneß – fast schon zu ruhig. Doch jetzt holt der neue Bayern-Präsident wieder den Hammer raus! Prominentestes Opfer: Fifa-Chef Joseph Blatter.

© AP
Uli Hoeneß.
Ort des Geschehens: Das ehrwürdige Münchner Rathaus. Dort wurde Hoeneß für seine Verdienste im Sport mit dem goldenen Ehrenring der Stadt ausgezeichnet (wir berichteten). Eigentlich ein feierlicher Anlass, doch bei so manchen Themen wurden die Uli-Lippen schmäler und schmäler… Stichwort Weltmeisterschaft – da ist der Präsident geladen: „Ich war nie ein großer Freund von einer WM in Südafrika oder überhaupt in Afrika, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind.“
Dann wird’s auch noch persönlich: „Aber Herr Blatter hat seinen Willen haben müssen, ich hab' es immer für falsch gehalten. Ich bin ganz sicher, dass er im stillen Kämmerlein längst begriffen hat, dass es eine der größten Fehlentscheidungen war, die er je getroffen hat!“ Und nachdem der Kartenvorverkauf für das Turnier schleppend anläuft, kündigt auch Fußballfan Hoeneß gegenüber der tz an, den Spielen fernzubleiben: „Ich fahre nicht hin!“
Zudem ist das Verhältnis zwischen dem Roten Hoeneß und dem Blauen Ude noch immer angespannt! Beide neckten sich während ihrer Reden, der Bayern-Präsident stellte mit Blick auf die Löwen erneut klar: „Ohne uns gebe es diesen Verein gar nicht mehr!“ Schließlich sei Bayern dem Erzrivalen insbesondere im Umgang mit dem lieben Geld weit voraus! Und in diesen Fragen „bin ich ja nicht nur Mann eines Fußballvereins, sondern auch Wirtschaftsexperte“, erklärte Hoeneß anschließend – und zwar auch mit Blick auf Toni Kroos! Wenn er den Bayern-Bub in Leverkusen-Diensten spielen sieht, „lacht einem das Herz im Leibe“, sagt Hoeneß. Bis sich der Kopf einschaltet – und er sich erinnert: „Ein Spieler, der unter Klinsmann gar keine Rolle gespielt hat, der ihn eher weggeschickt hat, blüht plötzlich so auf.“ Deshalb mahnt er schon mal seinen Vorstand, in Sachen Kroos, nicht noch einen Fehler zu begehen. Auf die Frage, ob der Shootingstar zurück an die Isar muss, sagte er: „Wir wären ja mit dem Klingelbeutel geschlagen, wenn wir ihn dort ließen!“ Und Schläge gab es vom Neu-Präsidenten nun erst einmal genug…
Michael Knippenkötter



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