530.07.10|FC Bayern|3 Kommentare
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München - Der linke Fuß erzeugte eine Menge Furcht bei den Torhütern, sein Besitzer dagegen war zu seiner aktiven Zeit stets ein fairer Spieler und Liebling bei den Fans: Michael Tarnat.

© Sampics
Überall stecken kleine Schilder in der Deutschland-
Heute arbeitet der 40-
Herr Tarnat, Sie sind nun seit einem Jahr wieder bei den Bayern. Was machen Sie hier?
Tarnat: Gute Frage! Zunächst einmal war es immer klar, dass ich zu Bayern zurückkehre und im Jugendbereich arbeite, wenn ich mit dem Fußballspielen aufhöre. Und genau das ist auch eingetroffen – so, wie Herr Hoeneß und ich es besprochen haben. Heute arbeite ich in der Scoutingabteilung und bin glücklich, zurück zu sein in der großen Bayern-
Dann erklären Sie uns Ihren Aufgabenbereich.
Tarnat: Das ist recht einfach: Ich bin als Scout bei Bayern dafür da, gute Talente, gute Fußballer – womöglich die besten Fußballer in ganz Deutschland – zu Bayern zu holen. Zudem begleite ich sie hier ein Stück, bringe sie an unsere Trainer heran und sorge für eine gute Ausbildung.
Wie genau sieht Ihr Tagesablauf aus?
Tarnat: Es ist so, dass ich eingeteilt werde von unserem Chef der Jugend-
Sie decken ganz Fußball-
Tarnat: Ja, absolut. Zunächst einmal bin ich zuständig für den Raum München und alles, was in Bayern passiert. Dann besuche ich deutschlandweit Lehrgänge von Jugendnationalteams wie zuletzt in Bad Blankenburg oder in Duisburg.
In welchem Alter sind die Fußballer, die Sie genauer unter die Lupe nehmen?
Tarnat: Eigentlich sind alle Altersstrukturen interessant – von der U19 bis runter in die U8. Richtig spannend wird es ab der B-
Im Internat leben 13 Fußballer. Sind damit alle Plätze im Haus vergeben?
Tarnat: Ja, da sind wir begrenzt. Und das bedeutet, dass die, die hier leben, tatsächlich zur Elite gehören. Wer hier ins Haus kommt, der ist was Besonderes – auf fußballerischer Ebene.
Wie überzeugt man einen jungen Menschen, Eltern und Freunde zu verlassen, um allein nach München zu gehen?
Tarnat: Überzeugen? Eigentlich ist es so: Wenn Bayern anfragt, hat man den Spieler zu 80 Prozent! Der Junge möchte bei diesem großen Namen meistens unbedingt kommen. Schwieriger ist, die Eltern auf unsere Seite zu bringen. Denn es ist ein Riesenschritt. Aktuell haben wir gerade zwei Spieler aus NRW aufgenommen. Da war es genauso: Die Jungs waren begeistert, die Eltern auf Distanz.
Wie gehen Sie mit Spielern um, die den Sprung nicht schaffen?
Tarnat: Zunächst einmal ist so etwas natürlich hart für die Jungs, auch für die Eltern! Manchmal reicht es eben gerade nicht. Dann raten wir diesen Spielern, zu einem Verein in der Nähe zu wechseln, so dass er noch im Blickfeld des FC Bayern bleibt. Da gibt es nun auch Kooperationen mit Vereinen in der Umgebung, einen richtigen Austausch an Spielern und Erfahrungen. In Kürze werden wir da konkreter werden – bis heute ist das noch nicht spruchreif.
Wie steht es um Ihre Perspektive? Ist das Ihr Traumjob hier bei Bayern?
Tarnat: Im Moment bin ich sehr zufrieden. Ich möchte irgendwann mal sagen: „Den habe ich begleitet, ich habe seinen Werdegang gesehen“, so wie ich es immer mal wieder von Hermann Gerland und Hermann Hummels höre. Das ist toll, da will ich hinkommen.
Interview: mic

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