München - Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger spricht im tz-Interview über den großen Sieg gegen ManU, den Bundesliga-Kracher gegen Schalke 04 und über die Verpflichtung eines neuen Torhüters.

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Gute Miene zum bösen Spiel? Christian Nerlinger und Felix Magath.
Herr Nerlinger, wie glücklich sind Sie über den Sieg gegen Manchester?
Christian Nerlinger, Sportdirektor des FC Bayern: Sehr. Es war eine große Nacht für den FC Bayern. Wegen der Leistung der Mannschaft, wir waren auf Augenhöhe mit einem Schwergewicht in Europa. Und natürlich wegen des Ergebnisses. In der zweiten Halbzeit haben wir dominant, richtig gut gespielt. Und man muss sich immer vor Augen halten, dass der Gegner dabei Manchester United war.
Haben Sie noch an das späte 2:1 geglaubt?
Nerlinger: Wir hatten davor eine Situation, als Lahm geflankt hat und Gomez den Ball knapp verpasste. Da dachte ich: Das war’s, das war die letzte Situation. Dass wir dann noch mal eine Chance bekommen haben: Umso besser!
Wie stehen die Chancen für das Rückspiel?
Nerlinger: Ich bin jetzt optimistisch, dass wir ins Halbfinale einziehen. Manchester ist zu Hause natürlich eine andere Mannschaft, das Old Trafford hat eigene Gesetzmäßigkeiten. Aber ich bin einfach glücklich, wie sich die Mannschaft präsentiert hat.
Bei ManU fällt Rooney fürs Rückspiel aus …
Stichwort Schalke: Wird Robben wieder dabei sein?
Nerlinger: Das ist noch ein großes Fragezeichen.
Wie groß ist der Anreiz, Magath zum Schweigen zu bringen?
Nerlinger: Dieses Geplänkel bringt uns nichts. Die Meisterschaft wird auf dem Rasen entschieden.
So gelassen? Magath provozierte mit seinen Auftritten am vergangenen Wochenende doch wieder meisterhaft …
Nerlinger: Ach, das hat er doch auch schon letztes Jahr vom Münchner Rathausbalkon gemacht. Er lässt sich da immer wieder etwas einfallen. Samstag wird eine heiße Partie, in der wir ihm die Antwort auf dem Platz geben.
Letzte Frage: Italienische Medien brachten zuletzt wieder Torwart Samir Handanovic ins Spiel. Verpflichtet Bayern doch noch einen Keeper?
Nerlinger: Nein. Da ist überhaupt nichts dran.
Interview:Tobias Altschäffl



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