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Facebook- und Twitter-Verbot für FC-Bayern-Spieler!

Facebook- und Twitter-Verbot für FCB-Spieler!

München - Der FC Bayern hat sich mit seiner PR-Panne ein Eigentor geschossen - denn wie die tz erfuhr, hat der Verein kurz davor seinen Spielern Verbote für soziale Netzwerke erteilt.

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Das Eigentor des FC Bayern: Der Rekordmeister hat mit seiner PR-Aktion für seine eigene Facebook-Seite für reichlich Verwirrung und vor allem für erheblichen Ärger bei den Fans gesorgt. Die Aktion verwunderte umso mehr, da zuletzt die Profis Breno und Anatoli Timoschtschuk von Vereinsseite kritisiert worden waren, nachdem sie sich via Twitter und Facebook geäußert hatten. „Die Spieler wissen, dass sie das einschränken müssen. Es geht auch nicht, dass man vor einem Spiel Fotos macht oder machen lässt – wie Timoschtschuk – und ins Netz stellt. Das sind Kinkerlitzchen, das ist unprofessionell“, sagte Heynckes am Donnerstag im Bild-Interview.

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Wie die tz erfuhr, wurde von Seiten der Bayern-Bosse nach den letzten Patzern von Breno und Timoschtschuk ein grundsätzliches Verbot für die Spieler erlassen, private Fotos bei den sozialen Netzwerken Twitter oder Facebook zu veröffentlichen. Auch Fotos vom Vereinsgelände, zum Beispiel Umkleide, Fitnessraum oder Essensraum dürfen nicht gepostet werden. Dies verletze den Grundsatz: Was in der Kabine geschieht (oder in diesem Fall: zu sehen ist), darf nicht nach Außen dringen. Außerdem: Am Spieltag dürfen ab 90 Minuten vor dem Anpfiff von den Spielern keine Nachrichten mehr ins Internet eingestellt werden. Der Grund: Die Bayern-Profis sollen sich auf das Spiel konzentrieren. Ein Spieler, der so kurz vor Anpfiff sich noch mit dem Internet befasse, sei nicht fokussiert auf das bevorstehende Spiel, so die Begründung. Eine nachvollziehbare Erklärung.

Dass bei Social-Media-Aktivitäten tatsächlich Vorsicht geboten ist, das haben die Bayern-Verantwortlichen ja am Donnerstag am eigenen Leibe erfahren – die Kommentare im Netz waren eindeutig. Von „einem Tiefpunkt der Außendarstellung“ des Vereins, einer „Sauerei“ oder „dummen Verarsche“ war zu lesen. Auch auf www.tz-online.de machten sich wütende Fans Luft. „Ich bin sehr enttäuscht und sauer über diese Aktion“, schrieb ein User. Ein anderer: „Dies ist schlimmer als eine Niederlage.“

Ein Leser gab zu Bedenken: „Vielleicht würde es dem Verein gut tun, etwas weniger groß aufzutreten. Dieses großspurige Verhalten der letzten Tage war ja nicht gerade positiv. Ich bezweifle auch, dass der FCB es nötig hat, so eine Aktion zu machen. Was beweisen wir denn damit wem?“ Und ein weiterer beschrieb seine Enttäuschung so: „Das ist neu! Der echte Bayern-Fan wird bewusst in die Irre geführt! Die PR-Aktion ist zur falschen Zeit das falsche Signal! Ein Spieler hätte wirklich geholt werden sollen. Ich hätte mich wirklich gefreut über einen Offensiv-Kracher!“

In Anspielung auf das 1:3 bei Borussia Mönchengladbach erklärte ein Fan: „Am vergangenen Freitag hat Deutschland über uns gelacht und heute tut es die ganze Welt.“ Eine Frau schrieb: „Wenn man sich nach dem letzten Wochenende so einen Spaß leisten kann…“

Und dieser Spaß war sehr groß angelegt gewesen: Da wurde sogar Präsident Uli Hoeneß zitiert, der Anfang des Jahres erklärt hatte, der FC Bayern brauche im Sturm eine „richtige Bombe“, auch für den Fall, dass Mario Gomez sich verletze. Deshalb habe „der FC Bayern kurz vor Ende der Wintertransfer-Periode auf dem Transfermarkt zugeschlagen“, hieß es weiter. Ein Spaß, über den nicht viele lachen konnten…

jj.

Rubriklistenbild: © MiS

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