München - Die Bayern-Bosse haben genug. Vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen den FC Basel knöpften sich Rummenigge, Nerlinger und Hopfner das Team vor.

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Karl-Heinz Rummenigge (li.), Christian Nerlinger (nicht im Bild) und Karl Hopfner (re.) sprachen am Montag zur Mannschaft.
Das leblose 0:0 in Freiburg – Bayern hat es längst noch nicht vergessen! Ausgerechnet in den vielleicht wichtigsten Wochen des Jahres verunsichert sich die Mannschaft von Jupp Heynckes selbst, schenkt beim Tabellenletzten vollkommen unnötig zwei Punkte her. Und bei den Bossen „schrillen die Alarmglocken“ (O-Ton Christian Nerlinger )! Wie laut, mussten die Kicker am Montag am eigenen Leib erfahren. Bevor es für die Freiburg-Versager raus ging zum letzten Training auf heimischem Boden, wurde hinter verschlossenen Türen Klartext gesprochen. Die Kopfwäsche für die Bayern-Stars!
Karl-Heinz Rummenigge, Christian Nerlinger und Karl Hopfner betraten um 14.56 Uhr das Auditorium an der Säbener Straße und sprachen zu den Stars. Es folgte eine eindringliche Botschaft vor dem Basel-Spiel, erst um 15.22 Uhr durften sich Ribéry & Co. auf den Platz begeben und spielerisch einstimmen für die nächste Aufgabe.
Und dabei ist er sich nicht mal sicher, ob Bayern schon dem jetzigen Druck gewachsen ist. Sforza, der als Trainer der Grasshopper Zürich den FC Basel bestens kennt, sagt: „Ich denke, dass die Bayern für den FC Basel just zum richtigen Zeitpunkt kommen.“
Demnach sei die Nervosität beim deutschen Rekordmeister die große Chance für den Klub von Heiko Vogel. Die Baseler scheinen bestens vorbereitet – und der Umstand, dass sie erst zu Hause gegen den Favoriten aus Deutschland ranmüssen, sei auch kein Nachteil mehr. „Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade das Hinspiel zu Hause für den FC Basel ein großes Plus ist“, meint Ciriaco Sforza. Seine Begründung: „Sollten die Bayern das Spiel in Basel nicht gewinnen oder sogar verlieren, was ich in der jetzigen Verfassung der Mannschaft absolut für möglich halte und nicht mehr ausschließe, wäre im Rückspiel in München der Teufel los. Dann würden die Fans auf jeden Münchner Ballkontakt kritisch reagieren und jedes Fehlzuspiel dementsprechend quittieren. Dann könnte die Stimmung plötzlich umschlagen und das Heimspiel zum Nachteil für die Bayern und zum Vorteil für den FC Basel werden.“
Deutliche Worte des Ex-Bayers, der die Verunsicherung der Münchner zu spüren scheint. Und auch die Bosse merken, dass es nun darauf ankommt, die Sinne der Spieler zu schärfen. Sonst ist der Traum von drei Titeln schon vorbei, bevor der letzte Schnee geschmolzen ist.
mic. lop



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