München - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat in der Sendung "Blickpunkt Sport" deutlich zum Zoff beim DFB Stellung bezogen. Außerdem sprach der Vorstandsvorsitzende über die Situation beim deutschen Rekordmeister.

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.
Nur noch zwei Tore trennen den FC Bayern München von der Tabellenspitze der Bundesliga. Grund genug für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, in der Sendung "Blickpunkt Sport" (Bayerisches Fernsehen) einen ruhigen und aufgeräumten Eindruck zu machen.
Was den Zoff beim DFB angeht, so hat Rummenigge eine klare Meinung.
Karl-Heinz Rummenigge über ...
... Trainer Louis van Gaals Reaktion nach dem Sieg in Wolfsburg, als er das Bayern-Spiel als arrogant bezeichnete:
Ich fand die Reaktion richtig toll. Wir haben dem Gegner zuviel gestattet, das darf man sich nicht erlauben, sonst gibt es ein böses Erwachen. Er ist ein totaler Profi und er hatte Recht. Man muss auch mal nach einem Sieg den Finger in die Wunde legen. Ich fand das richtig und auch toll. Vielleicht war die Formulierung "arrogant" etwas falsch. Ich hab zu van Gaal im Mannschaftstbus gesagt, er hätte nicht "arrogant" sagen sollen, sondern "überheblich". Da sagte er, er kenne das Wort nicht.
... van Gaals erste Monate in München:
Ich glaube, er war immer ein sehr authentischer und professionell arbeitender Trainer. Er ist als Mensch schwierig, aber er fördert und entwickelt die Mannschaft. Am Anfang der Saison sah es nicht gut für uns aus. Da war es sehr wichtig, dass wir ganz ruhig, sachlich und seriös mit dem Thema umgegangen sind. Er hat dann gespürt, dass Bayern ein Verein ist, dem man vertrauen kann. Das Spiel in Turin hatte einen Aha-Effekt, da hat es bei vielen Klick gemacht. Jetzt ist alles besser, wir stehen kurz vor Platz 1.
... neue Verträge für Mark van Bommel und Hansjörg Butt:
... die Zukunft von Franck Ribéry:
Die Gespräche mit Ribery finden jetzt noch nicht statt. Wir wollten, dass er erst einmal zurückkommt und spielt. Wir haben mit Franck ein gutes Verhältnis und sind so verblieben, dass er jetzt erstmal spielen soll und wir dann sprechen. Wir werden uns nicht unter Druck setzen lassen. Es war immer Option Nummer eins, den Vertrag mit ihm zu verlängern. Für uns wäre es das beste, er unterschreibt einen neuen Vertrag und bleibt beim FC Bayern.
... die Forderungen von Robben und Ribéry, neue Stars zu verpflichten:
Wir haben jetzt schon eine gute Mannschaft. Natürlich ist es das Ziel von solchen Spitzenspielern, auch mal die Champions League zu gewinnen. Aber wir wollen das Ziel unter finanziell sauberen Aspekten erreichen, und nicht wie Mannschaften in Spanien, England oder Italien. Ribéry weiß zu schätzen, dass er sein Gehalt pünktlich jeden Ersten des Monates erhält.
... den Zoff beim DFB:
Den größten Fehler hat man beim DFB gemacht, als man Vertragsgespräche nach außen getragen hat. Der DFB hat offenbar ein Maulwurfproblem. Ich kann dem DFB nur empfehlen, mit einem Mann wie Jogi Löw auf jeden Fall weiterzuarbeiten. Er leistet seit sechs Jahren hervorragende Arbeit und er verdient, dass man ihm Respekt entgegenbringt und ihm einen ordentlichen Vertrag anbietet - kein Ultimatum. Oliver Bierhoff hat einen Fehler gemacht, indem er ein Vetorecht bei einer eventuellen Verpflichtung eines neuen Trainers eingefordert hat. Das war natürlich ein Riesenfehler, damit hat der den DFB unter Druck gesetzt. Das war nicht akzeptabel. Ich denke, dass er bereit ist, von diesen Forderungen abzusehen.
... die Zukunft von Bundestrainer Jogi Löw:
Warum soll man einen Trainerwechsel vollziehen, wenn man mit dem Trainer zufrieden ist? Man kann dem DFB nur empfehlen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Beide Parteien sind gut beraten, sich fair und schnell an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden. Das Problem kann man nicht aussitzen, das muss vor dem WM gelöst werden.
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