Augsburg - Viele Fans des FC Augsburg haben sich über den Transfer von Matthias Ostrzolek gewundert, doch Trainer Jos Luhukay beweist einen Unglücksriecher. Seine Neuzugänge stimmen ihn positiv.

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Jos Luhukay wollte Matthias Ostrzolek als Ersatz für Marcel de Jong
Patrick Helmes, Lucas Barrios, Alexander Hleb: das waren Namen, von denen überoptimistische Fans des FC Augsburg kurz vor Winter-Transferschluss geträumt haben. Bekommen haben sie Matthias Ostrzolek vom VfL Bochum und Ja-Cheol Koo vom VfL Wolfsburg.
Vor allem Ersterer sorgte bei den meisten Anhängern für Stirnrunzeln: ein 21-Jähriger, der bei einem Zweitligisten nicht wie gewünscht zum Zug kommt, soll dem strauchelnden Erstligisten helfen? Und überhaupt: In der Viererkette schien der Aufsteiger doch noch am ehesten erstligatauglich, zumal Marcel de Jong als Linksverteidiger gesetzt war.
Das 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg gibt dem Trainer Recht. Schon in der dritten Minute verletzte sich de Jong schwer und musste wenige Minuten später vom Platz. Diagnose: Syndesmosebandriss im linken Sprunggelenk, Operation am Dienstag, zehn Wochen Pause! Doch nicht genug. Auch Flügelspieler Tobias Werner hat es erwischt: Mittelhandbruch in der linken Hand, ebenfalls Operation! Wie lange er fehlt, ist noch unklar. Somit fällt die komplette linke Seite der Stammelf flach. Luhukay hat den Unglücksriecher!
Während der de Jong-Ersatz schon gefunden ist, kann auf dem Flügel nun Koo aushelfen. Der beidfüßige Südkoreaner kann alle Positionen hinter der Sturmspitze spielen, und Marcel Ndjeng könnte nach seiner Erholungspause vom Sonntag wieder nach rechts in die Startelf rücken.
Ostrzolek und Koo machen Luhukay trotz des Verletzungspechs (der dritte Wintertransfer, Jan Moravek, fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus) Hoffnung. "Wir hätten der kleine Gewinner des Wochenendes sein können", sagte der Niederländer, "aber ich sehe auch ein paar positive Sachen. Matthias Ostrzolek hat das mehr als gut gemacht. Er war ruhig, er war gut im Kombinationsspiel und selbst in den gefährlichen Kontersituationen half er Simon Jentzsch zwei Mal, zu klären. Auch für Koo war es nicht einfach, aber ich denke, er kann unser Spiel beleben. Bei ihm sehe ich gute Ansätze, und es kann noch besser werden."
Das sieht auch Ostrzolek so: "Es war ein ordentliches Spiel. Es geht auf jeden Fall immer besser. Zufrieden wäre ich, wenn wir drei Punkte geholt hätten."
Tobias Kimmel



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