Augsburg - Nach der Klatsche gegen Bayer Leverkusen leckt der FC Augsburg seine Wunden und freut sich auf den nächsten Gegner. Andreas Rettig verspricht Otto Rehhagel ein schweres Debüt.

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Andreas Rettig verspricht Otto Rehhagel ein schweres Debüt in Augsburg
Im Aufsteigerduell mit dem nur zwei Punkte besser platzierten Tabellen-15. aus Berlin müssen die Augsburger Liga-Neulinge jedoch ihr amateurhaftes Defensivverhalten abstellen. “Die Art und Weise, wie wir die Gegentore gekriegt haben, darüber müssen wir einfach reden“, erklärte der machtlose Torwart Simon Jentzsch. “In entscheidenden Szenen waren wir zu passiv. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Sonst wird es schwer mit dem Klassenerhalt.“
“Mit dem 1:4 sind wir noch gut bedient“, kommentierte FCA-Coach Jos Luhukay. Auch das Hinspiel hatte man mit 1:4 verloren - und Luhukay beklagte abermals einen deutlichen Qualitätsunterschied: “Ich habe nun mal keinen Kießling und keinen Schürrle vorne drin...“
Pleite abhaken und nach vorne schauen - auf diese Marschroute einigten sich die Verlierer dennoch rasch. “Wir müssen uns jetzt schnell von diesem Spiel erholen und es im Heimspiel gegen Hertha besser machen“, forderte Luhukay. “Dass man hier in Leverkusen verlieren kann, ist logisch für den FC Augsburg“, sagte auch Jentzsch: “Wir blicken nach vorne und wollen gegen Hertha endlich den Dreier einfahren.“ Es ist ein erstes großes Endspiel!
Alarm schlagen mochte Luhukay nach der neunten Saisonniederlage jedoch nicht. “Wir sind nicht beunruhigt“, versicherte der Coach. Sein Team habe in den ersten 30 Minuten und auch in der ersten Viertelstunde nach dem Seitenwechsel “gut“ gespielt. “Wir sind nach einem Rückstand zurückgekommen“, hob der Holländer lobend hervor.
Nach dem 1:1 gab es Pfiffe gegen die heimische Werkself sowie Schmährufe gegen Bayer-Trainer Robin Dutt sowie Vereinschef Wolfgang Holzhäuser. “Als Mannschaft können wir das nicht nachvollziehen und tolerieren, weil es jetzt immer wieder passiert“, schimpfte Interimskapitän Gonzalo Castro über den eigenen Anhang. “Ich dachte, hier würde Ruhe herrschen - aber es ist das krasse Gegenteil im Moment“, erklärte auch Torschütze Schürrle kopfschüttelnd.
Die Augsburger nutzten die Gunst der Stunde jedoch nicht. Mit “individuellen Fehlern“ (Luhukay) luden sie den angeschlagenen Gegner zum Toreschießen ein. “Wir sind zu einfach ausgekontert worden“, klagte der ehemalige Leverkusener Jan-Ingwer Callsen-Bracker. So stand am Ende der Dienstreise ins Rheinland ein schon oft gehörtes Fazit: “Es war mehr drin“, stellte Manager Rettig bedröppelt fest.
dpa



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