Augsburg - Trainer Jos Luhukay möchte liebend gerne mit Daniel Baier verlängern, doch der Alleskönner im Mittelfeld des FC Augsburg zögert. Er habe keine Not und verspürt auch keinen Zeitdruck.

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Daniel Baier kann im Augsburger Mittelfeld auf allen Positionen spielen
Bevor er im Sommer geht, stellt FCA-Geschäftsführer Andreas Rettig die Weichen für die Zukunft. Simon Jentzsch, Mo Amsif, Marcel de Jong, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Paul Verhaegh, Torsten Oehrl und Tobias Werner haben rund um die Jahreswende bereits ihre auslaufenden Verträge verlängert - und das unabhängig von der Ligazugehörigkeit. Selbst bei einem Abstieg wollen sie den Schwaben die Treue halten.
Die wichtigsten der 17 anstehenden Personalien sind somit geklärt, doch zuletzt gab es keine weiteren Vollzugsmeldungen. Dabei drängt sich vor allem die Schlüsselpersonalie Daniel Baier auf. Zu Beginn der Saison ernannte ihn Trainer Jos Luhukay zum Spielmacher, doch hinter der einzigen Spitze Sascha Mölders brachte der 27-Jährige zu wenig Torgefahr. In der Rückrunde ist er der Strippenzieher und Spieleröffner im defensiven Mittelfeld und macht so eine ähnliche Transformation wie Bastian Schweinsteiger beim FC Bayern und Daniel Bierofka beim TSV 1860 durch.
Luhukay lobt ihn in höchsten Tönen: "Daniel gehört fast wöchentlich zu unseren besten Spielern. Er ist sehr fleißig und wichtig, nicht nur vom Fußballerischen. Er arbeitet unglaublich, erobert Bälle, geht in die Zweikämpfe, kurbelt das Spiel nach vorne an."
Doch warum lässt die Vertragsverlängerung dann so lange auf sich warten? Luhukay bittet um Geduld und Verständnis, dass er sich zu laufenden Verhandlungen und einzelnen Spielern nicht äußern will: "Ich denke, dass intern alles gesagt ist." Er habe "nicht den Eindruck, dass Daniel unglücklich ist, im Gegenteil. Er spielt mit vollem Herzen, und von daher bin ich mehr als zufrieden wie Daniel seine Leistung für uns bringt." Luhukay würde mit Baier also gerne verlängern. Er sagt aber auch: "Es geht nicht darum, was ich möchte."
Hat Baier keine Lust auf die Zweite Liga, sollte es so kommen? Alles deutet darauf hin. "Es gibt Gespräche, aber es gibt noch keine Tendenz", sagt er zu tz-online.de: "Ich habe keine Not und keinen Zeitdruck. Ich werde mir meine Gedanken machen, aber wichtig ist erst mal der Klassenerhalt mit Augsburg."
Dass ihm Fans und Kritiker diese Hängepartie negativ auslegen könnten, juckt ihn wenig. "Was irgendwelche Leute interpretieren, dafür kann ich nichts. Ich will über das Thema nicht groß reden. Ich habe Zeit und mache mir meine Gedanken. Alle Beteiligten wissen, wie der Fahrplan ist. Dann wird es auch irgendwann eine Entscheidung geben."
Die Löwen, zu denen er in der Vergangenheit einen guten Draht pflegte, spielen in seinen Plänen offenbar keine Rolle mehr: "Zu 60 habe ich gar keinen Kontakt mehr. Was da los ist, weiß ich nicht."
Tobias Kimmel



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