123.12.09|Sport|45 Kommentare
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Stuttgart - Die Sensation ist perfekt: Michael Schumacher kehrt nach über drei Jahren in die Formel 1 zurück und wird für den deutschen Rennstall Mercedes Grand Prix um seinen achten WM-Titel fahren.
Für Schumacher, der bei seinem 251. Rennen am 14. März in Bahrain 41 Jahre alt sein wird, schließt sich damit gewissermaßen auch ein Kreis: Vor knapp 20 Jahren verpflichtete Mercedes mit seinem damaligen Schweizer Partner Peter Sauber den Kerpener als Werksfahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft.
Für Mercedes soll es auch die Renaissance des Silberpfeil-Mythos werden. 1955 hatte Juan Manuel Fangio den bis dato letzten WM-Titel für ein werkseigenes Team des schwäbischen Autobauers eingefahren, der erst am Montag auch noch die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Öl- und Gasunternehmen Petronas aus Malaysia als neuer Hauptsponsor bekanntgegeben hatte. Für Schumacher wird die Mercedes-Zeit auch zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten - und vor allem Erfolgsgaranten. Teamchef Ross Brawn begleitete Schumacher schon bei Ferrari, damals als Technischer Direktor - fünf WM-Titel in Serie von 2000 bis 2004 waren die erfolgreiche Ausbeute der gemeinsamen PS-Jagd. Seine beiden ersten WM-Triumphe hatte Schumacher 1994 und 1995 im Benetton Renault gefeiert. 1996 wechselte er dann bis zum Rücktritt im Oktober 2006 zu Ferrari. Für die Scuderia wollte er bereits im Sommer ins Cockpit zurückkehren.
Der Unfall von Kumpel Felipe Massa, die Loyalität zur Ferrari-Familie - Schumacher versuchte es, scheiterte aber. Die Schädelbasisverletzung, die er sich bei einem Motorradunfall am 11. Februar im spanischen Cartagena zugezogen hatte, war noch immer nicht ausgeheilt. Schumacher musste schwersten Herzens absagen. “Ich fühle mich nicht in der Lage, jetzt über die Zukunft nachzudenken“, sagte Schumacher am 12. August in einem Genfer Nobelhotel. “Es ist vielleicht der härteste Moment, den ich in meiner Karriere hatte.“ Es nicht zu Ende bringen zu können - für Schumacher wohl ein unerträglicher Zustand. Zumal er wieder richtig Lunte gerochen hatte, nachdem er in einem zwei Jahre alten Ferrari nach langer Zeit wieder Runden drehen konnte.
Der Formel 1, die 2009 mit dem Duell von Weltmeister Jenson Button und dem Heppenheimer Sebastian Vettel eine spannende Saison erlebt hatte, steht durch die Schumacher-Verpflichtung nun ohne Zweifel ein Hype bevor. “Zampano“ Bernie Ecclestone hatte schon von einer “magischen“ Rückkehr des Rekordsammlers geschwärmt. “Ich fänd's klasse“, hatte auch schon Rosberg mehrfach mitgeteilt, nachdem sich die Anzeichen für das Sensations-Comeback immer mehr verdichtet hatten, ehe Mercedes den PS-Fans gerade noch rechtzeitig vor der Bescherung die ersehnte Nachricht auf dem Gabentisch präsentierte.
dpa/ap
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